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(de) SchNEWS 413, Freitag, 4. Juli 2003 (en)

From Worker <a-infos-de@ainfos.ca>
Date Sun, 6 Jul 2003 13:07:46 +0200 (CEST)


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A - I N F O S N E W S S E R V I C E
http://www.ainfos.ca/
http://ainfos.ca/index24.html
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> From Jo Makepeace <webmaster@schnews.org.uk>
[Wie immer nur ein paar Auszüge, da ich für eine vollständige
Übersetzung weder fleißig noch genial genug bin. Englisches Original von
SchNEWS, dem englischen Original, unter
http://www.schnews.org.uk/archive/news413.htm – d.Ü.]
> Armutsexpreß
"Hunger ist ein komplexes Phänomen, das nicht durch Technologie allein
gelöst werden kann. Wir brauchen politischen Einsatz, nicht
Technologie." – Anuradha Mittal Food First.
Eine hektische Woche für die Biotech-Industrie geht zu Ende. In
Sacramento, Kalifornien, trafen sich auf einer vom US-Agrarministerium
für 3 Millionen Dollar organisierten Tanzparty Minister aus 112 Ländern
mit dem Ziel, "Länder zusammenzubringen, um eine große neue Front im
Kampf gegen Hunger und Armut weltweit aufzubauen". Alles sehr nobel,
außer, daß die Lösung von den großen Biotech-Konzernen geliefert werden
soll, die den Welthunger lösen möchten, indem sie uns genmutierte
Nahrungsmittel in den Hals und die fette Kohle in ihre eigenen Taschen
stopfen.

Die Konferenz war für die Öffentlichkeit geschlossen und von Robocops
mit Hubschraubern und einem Panzer umstellt. Glücklicherweise
versammelten sich einige "Killertomaten" und ein paar tausend andere
DemonstrantInnen, darunter FarmerInnen, um ihre Gegenposition zu zeigen,
daß nicht alles in Ordnung ist in dieser gemütlichen Welt des
unternehmerischen Gengesäusels. Walt Kessler, ein Milchbauer, sagte:
"Die Wahrheit über Genpflanzen und ihre Wirkung auf bäuerliche
Familienbetriebe ist, daß wir im Schlamm einer millionenschweren
Werbekampagne untergehen, die von der Biotech-Industrie geführt und vom
US-Landwirtschaftsministerium gefördert wird", während Dolores Huerta,
Mitgründerin der United Farmworkers Union auf einer Kundgebung sagte:
"Hier geht's nicht darum, die Menschen auf der ganzen Welt
sattzukriegen. Es geht um Monsanto oder andere große Konzerne, die
Profite mit dem Verkauf von Genfood machen. In Wirklichkeit wird in den
USA jede Menge Essen weggeworfen, weil es als Überschuß betrachtet
wird."

Auch der große Bushmann höchstpersönlich war eifrig bemüht, die Welt zu
ernähren (ist ja auch mal was anderes, als sie zu bombardieren). Er
erzählte den 5000 Delegierten auf der BIO-Konferenz in Washington (das
heißt "Biotechnology Industry Organisation", keine Mißverständnisse
bitte), daß der europäische Widerstand gegen Genfood Maßnahmen
behindert, um den Hungertod in Afrika zu bekämpfen – und nichts mit der
Tatsache zu tun hat, daß die USA einen Riesenüberschuß an Genfood haben,
den sie loswerden wollen.

Dennoch glauben nicht alle, daß Genfood helfen wird, die Armut in Afrika
zu reduzieren. Amadou Kanoute vom Consumers International Office for
Africa argumentierte, es "wird Afrika in noch größere Abhängigkeit im
Nahrungsmittelsektor stürzen". Tatsächlich ist das Argument, daß
Genmanipulation die Welt ernähren kann, der letzte verzweifelte Versuch
einer verzweifelten Industrie, die die Schnauze voll hat vom
hartnäckigen Widerstand gegen ihre Technologie und fallenden
Verkaufszahlen. In vielen Forschungsstudien war die Ernte bei
Gen-Pflanzungen signifikant niedriger als bei konventionellen. Noch
schlimmer, die Forschung hat eine alarmierende Verbreitung von
manipulierten Mais-Genen in Mexiko aufgedeckt – viele Kilometer von den
Gen-Äckern entfernt. Es ist unmöglich, manipulierte Pflanzengene daran
zu hindern, sich auf Äcker mit konventionellen oder Bio-Pflanzungen zu
übertragen.

1998 gab eine Delegation, die alle afrikanischen Länder außer Südafrika
repräsentierte, eine gemeinsame Stellungnahme vor einer UN-Konferenz
über Genforschung ab. Die Delegierten waren "inspiriert" worden von
einer Monsanto-Kampagne, die für ihre Technologie mit Bildern
verhungernder afrikanischer Kinder warb. Die Stellungnahme lautete: "Wir
wehren uns dagegen, daß das Bild der Armen und Hungrigen aus unseren
Ländern von großen multinationalen Konzernen dafür verwendet wird, eine
Technologie zu fördern, die weder sicher noch umweltfreundlich noch gut
für uns ist. Wir glauben nicht, daß solche Konzerne oder Gentechnologien
unseren Bauern helfen werden, die Nahrungsmittel zu produzieren, die für
das 21. Jahrhundert gebraucht werden. Im Gegenteil, wir denken, sie
werden die Verschiedenheit, das örtliche Wissen und die
landwirtschaftlichen Selbstversorgungssysteme zerstören, die unsere
Bauern über Jahrtausende entwickelt haben, und das wird unsere
Fähigkeit, uns selbst zu ernähren, unterminieren."

Ein neuer Bericht von Food First argumentiert, daß es bereits genug
Nahrung auf der Welt gibt, um die Bevölkerung anderthalb Mal zu
ernähren, und daß es Armut und Ungleichheit sind, die zum Hungertod
führen. Tatsächlich sind fast 80% der Hungerländer
Nahrungsmittelexporteure. Eine der AutorInnen des Berichts formuliert es
so: "Sie nützen den reichsten Leuten auf der Welt, nicht den
hungrigsten... Genfood wird dafür entwickelt, den örtlichen
Gemeinschaften die Kontrolle über die Nahrungsproduktion zu entziehen,
indem sie größere Abhängigkeit von großen Agrarkonzernen schafft,
nämlich über Saatgut und Pestizide."

In den USA ist das bereits passiert: Die LandwirtInnen stehen unter der
Kontrolle einer Handvoll Multis wie Monsanto, Syngenta, Bayer und
DuPont. Rechtsverbindliche Abkommen zwingen sie, jede Saison teures
neues Saatgut von den Biotech-Konzernen zu kaufen, und ebenso die
Unkrautvernichtungsmittel dieser Konzerne – und Inspektoren der Firmen
kontrollieren das Land der Farmer, ob irgendein Teil der Ernte als
Saatgut verwendet wurde. Dann können sie geltend machen, daß die
BäuerInnen unlizensierte Pflanzen anbauen und ihre "Rechte an geistigem
Eigentum" verletzen! Einige Farmer haben schon gewaltige Geldstrafen
bekommen; gegen 550 nordamerikanische FarmerInnen sind Gerichtsverfahren
hängig.

Da die EU diese Woche beschlossen hat, daß alle genmanipulierten
Nahrungsmittel zurückverfolgbar und eindeutig gekennzeichnet werden
müssen – und Amerika die Welthandelsorganisation (WTO) drängt, das als
unfaire Handelsschranke zu verurteilen – gibt's Zündstoff auf dem
nächsten großen WTO-Treffen in Cancún (Mexiko) im September. Das soll
eine der wichtigsten WTO-Regelungen werden und könnte einen großen
Handelskrieg mit den USA auslösen. Es ist auch ein großer Test, um zu
sehen, auf wessen Seite die WTO sich stellt: Gewählte Offizielle und
einfache Leute, oder US-Konzerne? Nach den bisherigen Erfahrungen zu
urteilen, schaut's nicht gut aus...

[Ein paar Links, das meiste natürlich auf Englisch, d. Ü.:]
* zum Lesen: 'Voices from the South: The Third World Debunks Corporate
Myths on Genetically Engineered Crops' www.foodfirst.org

* Schaut Euch die exzellente GeneWatch-Seite an. Dort findet Ihr einiges
über Fragen und Themen rund um genmanipulierte Pflanzen und
Nahrungsmittel. www.genewatch.org.

* Besorgt Euch ein Ex vom 'Ecologist'-Magazin dieses Monats 01795 414963
www.theecologist.org

* Informiert Euch über die Proteste, die gegen das WTO-Treffen in Mexiko
geplant werden
http://www.nadir.org/nadir/initiativ/agp/free/cancun/

* Letzten Sonntag rissen sechzig DemonstrantInnen Syngentas
Gen-Weizen-Versuch aus. Das Unkraut wuchs am Jealott's Hill Research
Centre bei Bracknell und war kurz davor, zu blühen und seine Pollen in
die umgebende Landschaft zu verbreiten. Das nur die jüngste einer Reihe
erfolgreicher Gen-Acker-Zerstörungsaktionen dieses Jahr.

[Übrigens, einer von 130 Genversuchsäckern in der BRD hat letzte Woche
unerwartet nächtlichen Besuch bekommen, so daß die Kartoffeln von 1200
genmanipulierten Pflanzen vorzeitig das Licht der Welt erblicken
durften. Der Eigentümer, das Institut Weihenstephan (eigentlich bekannt
für Super-Öko-Produkte, aber als Teil der Technischen Universität
München eben auch führend bei der Genmanipulation) erlitt einen direkten
materiellen Schaden von rund 10.000 Euro, der "Forschungsschaden"
durch
das abgebrochene Experiment dürfte aber weit höher liegen. Kontaminiert
sind heutzutage pflanzliche Lebensmittel fast aller Art. Selbst in
Öko-Weizen
finden sich Spuren technisch veränderter Chromosomen, weil sich das Zeug
durch Pollenflug
in das Saatgut eingekreuzt hat. Weitere Verunreinigungen gibt's bei
Lagerung, Transport etc.,
so daß in der neuen europäischen Gen-Kennzeichnungsverordnung für
Lebensmittel ein
Grenzwert von 0,9% gentechnisch veränderten Bestandteilen festgelegt
wurde. Bei einem
Grenzwert von 0% müßte praktisch alles, was wir fressen, als Gen-Food
gekennzeichnet
werden, sogar die meisten Bioprodukte. Üs.]

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Nachhaltige Landwirtschaftsprojekte haben dazu geführt, daß Hirseernten
in Indien bis zu 154% gesteigert werden konnten, Hirse und Sorghum 275%
in Burkina Faso, Mais um 300% in Honduras. In Kombination mit
Landreformen, Schutz vor subventionierten Nahrungsmitteln und einer
Verschiebung der Nahrungsmittelproduktion von Export zu lokaler
Selbstversorgung könnte nachhaltiger Landbau die Welt ernähren.
www.ukabc.org/wfs5+.htm

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VERHAFTUNG DER WOCHE

Für ein Geräusch!
Vor zwei Wochen wurde John Tierney, Kampagnenleiter der Irischen
Assoziation für Jagdsabotage zu zwei Monaten verurteilt, weil er aus
Protest gegen die Fuchsjagd eine Luftdruckhupe verwendet hatte. Der
Richter zeigte seine Ansichten zum Thema, indem er sagte, dieses
Geräusch sei kaum zu vergleichen mit dem langsamen, süßen Ton des
Jagdhorns! John wurde am folgenden Tag freigelassen, nachdem er gegen
dieses Urteil in Berufung gegangen war. Die Freilassung ändert natürlich
nichts daran, daß er dafür überhaupt nie verhaftet werden dürfen hätte.
Als nächstes kommt man noch in den Knast, wenn man seine Meinung laut
rausschreit!

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EU-STINKER

Am 19. Juni ging Thessaloniki, Griechenlands zweitgrößte Stadt, in einem
Meer von schwarz-roten Fahnen unter, als über 5000 AnarchistInnen und
Libertäre zu einer MigrantInnen-Soli-Demo auf die Straßen gingen. Es war
der Tag vor dem EU-Gipfel – der Gelegenheit für Europas machtbesoffene
Führer, zu diskutieren, wie sie die Mehrheitswelt ausbeuten können, ohne
die Last all dieser lästigen ImmigrantInnen ertragen zu müssen. Die
Tagesordnung der Machtbesoffenen reichte von der EU-Erweiterung über
Handelsliberalisierung bis zu den dornigen Themen von Immigration und
Terrorismus (Themen, die die EU-Regierungen ständig zu ein und derselben
Sache zusammenmixen).

Weil die EU niemanden sonst auf ihr Strandgrundstück einladen wollte,
besetzten örtliche AnarchistInnen die Universität von Thessaloniki und
gaben reisenden DemonstrantInnen einen Geschmack der guten alten
griechischen Gastfreundschaft. Der Campus brummte vor Aggression,
Hoffnung, Feldküchen, nihilistischen Graffiti, Sexismus und
antisexistischen Manifesten.

Am ersten Tag des Gipfels, dem 20. Juni, mieteten Antiautoritäre, das
griechische Sozialforum, die griechische KP und Dutzende anderer Gruppen
über 30 Busse, um zum verbarrikadierten EU-Strand rund hundert Kilometer
von Thessaloniki entfernt zu gelangen. Eine Gruppe von Protestierenden
beschloß, zu versuchen, die rote Zone zu knacken, aber als sie sie
erreichten, wurden sie mit Tränengas angegriffen und zerstreut, was zu
Gerenne und Flaschenwurfschlachten zwischen Bullen und DemonstrantInnen
führte, wobei Einheimische begaste DemonstrantInnen mit Gartenschläuchen
abspritzten.

Währenddessen saßen die EU-Führer in klimatisierten Gebäuden und
beschlossen, 250 Millionen Euro für schnellere Abschiebungen
"illegaler"
ImmigrantInnen durch Abkommen mit den Herkunftsländern zu investieren.
Weitere 140 Millionen gibt's für ein europäisches
Visa-Informationssystem mit "effizienteren" Methoden zur Ausmerzung
illegaler Menschen – d. h. der Einsatz digitalisierter Fingerabdrücke
und Iriserkennungssysteme. Dieses Geld wird auch verwendet für eine
"harmonisierte" europäische Grenztruppe zum Schutz der Festung Europa
und die schnelle Hinausbeförderung der Unerwünschten.

Samstag, der 21. Juni, der letzte Tag des Gipfels, sah ein halbes
Dutzend große Demos im Zentrum von Thessaloniki. Die stalinistische
griechische KP hielt eine sterile Kundgebung ab, das griechische
Sozialforum veranstaltete ein Konzert und der Schwarze Block beschloß
zu, äh, randalieren. Der Krawall des Schwarzen Blocks war ein
schwarz-roter Strom von fünftausend Leuten mit Gasmasken quer durchs
Stadtzentrum. Schnell brach der Krach mit den Bullen aus, als
Molotowcocktails in die eine und Tränengasgranaten in die andere
Richtung flogen. Konzernsymbole und Franchise-Läden wurden angezündet,
dazu einige unglückliche kleine Läden. Die meisten DemonstrantInnen
schafften es ins Stadtzentrum, während einige hundert in den sicheren
Hafen der Uni zurückgedrängt wurden, wo brennende Barrikaden vor den
Reihen der maskierten Bereitschaftspolizei aufgebaut wurden. Nach ein
paar Stunden war die Randale vorbei, und die meisten Protestierenden
kehrten in die verbarrikadierte Uni zurück.

Dutzende von DemonstrantInnen wurden trotzdem verhaftet und eingesperrt.
Viele wurden in den Zellen bedroht und geschlagen. 27 wurden mehrere
Tage eingesperrt und pauschal wegen "Krawall, Herausforderung der
Autorität und Sprengstoffbesitz" angeklagt, unabhängig von der
Beweislage. Die einfache Teilnahme an den Demos vom Samstag wurde zu
einem Kapitalverbrechen gemacht, auf die 7-25 Jahre Knast stehen. Die
meisten Angeklagten wurden auf 1500 Euro Kaution entlassen und müssen
für ihre Prozesse nach Griechenland zurückkehren. Aber sechs der
Verhafteten – drei Griechen, zwei Spanier und ein Brite – sollen für
drei Monate oder länger, bis zu ihrem Prozeß in Haft bleiben. Zwei
weitere, ein Syrer und ein Amerikaner, wehren sich gegen ihre
Abschiebung. Die Anklagen sind extrem schwer, besonders für die
Inhaftierten. Der griechische Staat versucht verzweifelt, jemanden für
die Schäden dranzukriegen: Die Polizei packte systematisch alles
mögliche von Steinen bis zu Molotows in die Taschen der Verhafteten. Ein
Beispiel ist das von Simon, einem englischen Demonstranten unter den
acht noch Festgehaltenen, dessen Rechtsanwälte ein Video aus
Mainstream-Medien haben, das zeigt, wie ein Polizist Molotows in seine
Tasche packt, während er blutend auf dem Boden sitzt. Der Richter
weigerte sich, das Videomaterial anzuschauen, mit den Worten, er hätte
"schon genug Nachrichten geguckt".

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SchNEWS von innen

Die Prozeßkosten für alle Verhafteten schießen in die Höhe, und
Soli-Konzerte und Spenden werden dringend benötigt. Die
Rechtshilfegruppe Thessaloniki hat ein Konto eingerichtet, um
Gerichtskosten zu zahlen: Konto # 5209 0164 58 443, Name: Ieropoulos
Ioannis, Bank: Piraeus Bank. In Britannien Geld bitte an BM Automatic,
London, WC1N 3XX schicken, Schecks für "ABC". [Es gibt auch in
anderen
europäischen Ländern Bankverbindungen, macht Euch selber schlau. Üs.]

Die fünf Leute, denen Knaststrafen zwischen 7 und 25 Jahren drohen,
werden im selben Gefängnis festgehalten, aber in getrennten Zellen auf
verschiedenen Stockwerken. Es sind Spyros Tsitsas, Simon Chapman, Carlos
Martin Martinez, Fernando Perez Gorraiz and Souleiman 'Kastro' Dadouk.
Schickt Unterstützungsbriefen an sie unter: Dikastikes Fylakes Diavaton,
54012 Thessaloniki, Griechenland. Sie dürfen Briefe, Zeitungen und
Magazine per Post bekommen. Schickt nichts anderes (Geld, Telefonkarten,
Bücher, Essen, Geschenke), denn das kriegen sie eh nicht.

* Simon wird am 24. Juli 30 – bitte schickt ihm eine Karte!

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GUTE SCHNEWS

Child Radiation Victims of War ist eine neue Stiftung, die eingerichtet
wurde, sich mit der Verseuchung im Nachkriegsirak zu befassen. Seit dem
ersten Golfkrieg haben sich die Krebsraten im Irak verzehnfacht, und im
letzten Krieg wurde das Land mit abgereichertem Uran (DU) überschüttet.
Das Projekt will ÄrztInnen und GesundheitsarbeiterInnen im Irak helfen
und Kindern lebensrettendes Spirulin zugänglich machen. Details und
Spenden über: baraka379@yahoo.co.uk www.desertconcerns.org

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...auch das noch...

Walt Disney bereitet den Verkauf von DVDs mit Selbstzerstörung vor! Die
sogenannten EZ-Ds werden unleserlich, wenn sie für 48 Stunden mit
Sauerstoff in Kontakt kommen, dann kann man sie wegschmeißen. Es ist
eine Art Verleihsystem für die Pantoffelhelden, die zu faul sind, sich
von ihren Sofas runterzubequemen und eine normale DVD in den Laden
zurückzubringen. Umweltexperten schätzen, daß die erwarteten 350
Millionen verbrauchten EZ-Ds jährlich 5600 Tonnen Festmüll ergeben.
Disneys schlaue Wortverdreher kommen dem zuvor und behaupten in ihrer
ersten Pressemitteilung, eine Firma namens "Green Disk" sei bereit,
EZ-Ds wiederzuverwerten, die man ihnen schickt – damit gab's zwei
Probleme: 1. "Green Disk" wußte offenbar nicht viel davon, sind sich
überhaupt nicht sicher, daß sie die Technologie dafür haben und würden
sich nur auf ein "vielleicht" festlegen, und 2. Wieso sollte
eigentlich
jemand, der zu faul ist, eine DVD in die Videothek zurückzubringen, den
Weg zur Post auf sich nehmen?

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