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(de) Konf: Johann Most - Vom Sozialdemokraten zum Sozialrevolutionaer

From faub2@anarch.fau.org (FAU Berlin 2)
Date Wed, 10 Dec 2003 16:14:10 +0100 (CET)


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A - I N F O S N E W S S E R V I C E
http://www.ainfos.ca/
http://ainfos.ca/index24.html
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Workshop von Helle Panke e. V. und der Zeitschrift Internationale
wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung (IWK), Berlin
12.12.2003-13.12.2003, Helle Panke e.V., Kopenhagener Straße 9, 10437 Berlin
Johann Most (geboren am 5. Februar 1846 in Augsburg, gestorben am 17.
März 1906 in Cincinnati) war nicht nur sozialdemokratischer
Reichstagsabgeordneter, erfolgreicher Redakteur von Arbeiterzeitungen
("Chemnitzer Freie Presse", "Süddeutsche Volksstimme", "Berliner Freie
Presse") und Gründer des ersten satirischen Blattes der deutschen
Arbeiterbewegung ("Nußknacker"), sondern auch der erste Popularisierer
von Marx' "Kapital" und Liebling der Massen - in Berlin ebenso wie
vorher in Wien oder Chemnitz und Mainz. Er war ein unermüdlicher
Vorkämpfer gewerkschaftlicher Organisation und Streikorganisator sowie
Initiatior der ersten großen Kirchenaustrittsbewegung, Protagonist der
Zusammenarbeit mit russischen (und jüdischen) Revolutionären (seit 1876)
und gilt als Gründer der ersten (mit Hirschs "Laterne") und anfangs mit
Abstand populärsten sozialdemokratischen Zeitung unter dem
Sozialistengesetz - "Freiheit" - und wurde und ist dennoch merkwürdig
vernachlässigt von der einschlägigen Forschung in Ost wie in West.
Erklärt sich diese Vernachlässigung allein aus seiner späteren
Entwicklung zum Sozialrevolutionär (seit 1880) und dann Anarchisten
(seit 1883) - die bestimmt nicht nur eine Frage des Temperaments war,
sondern auch jedenfalls anfangs im Einklang mit den Bedürfnissen und
Stimmungen großer Teile der Basis geschah?
Im Workshop wird versucht, die Rolle Mosts in der ideologischen wie
organisatorischen Entwicklung der deutschsprachigen Arbeiterbewegung in
den 1870ern und den Anfangsjahren des Sozialistengesetzes zu beleuchten.

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Freitag, 12. Dezember 2003

14.00 Uhr Begrüßung durch die Veranstalter
Andreas Graf (Berlin) und Detlef Nakath (Berlin)

14.30 Uhr Einführungsreferat:
Johann Most (1846-1906). Sozialdemokrat - Sozialrevolution=E4r -
Anarchist
Heiner M. Becker (Amsterdam und Münster)

16.00 Uhr Kaffeepause

16.30 Uhr Johann Most und Wilhelm Liebknecht. Versuch einer Annäherung
Wolfgang Schröder (Leipzig)

17.15 Uhr Johann Most und Wilhelm Hasselmann. Zwei ungleiche Brüder
Götz Langkau (Amsterdam)

18.00 Uhr Der Berliner Polizeipräsident über Most und seine Aktivitäten
während des Sozialistengesetzes
Ingo Materna (Berlin)

Sonnabend, 13. Dezember 2003

09.00 Uhr Die Popularisierung des "Kapitals" durch Johann Most
Rolf Hecker (Berlin)

09.45 Uhr Johann Most und die Kirchenaustrittsbewegung. Eine Relektüre
Sebastian Prüfer (Berlin)

10.30 Uhr Kaffeepause

11.00 Uhr Johann Most und die sozialdemokratische Presse in Chemnitz
Jürgen Schlimper (Leipzig)

11.45 Uhr Johann Most und die Sozialdemokratie in Glauchau in den 1870er
und 1880er Jahren
Matthias John (Leipzig)

12.30 Uhr Abschlussdiskussion

13.30 Uhr Unterirdische Sozialdemokraten. Besuch auf dem Friedhof der
freireligiösen Gemeinde zu Berlin
Kurt Wernicke (Berlin)

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Andreas Graf

Freie Universität Berlin, Otto-Suhr-Institut
Ihnestraße 21, 14195 Berlin
263 98 90 37
26 99 50 10
Graf@GDW-Berlin.de


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