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(de) Solidaritet mit Werner Braeuner ZWEI JAHRE SPÄTER GEHT DIE REPRESSION WEITER (fr)

From Worker <a-infos-de@ainfos.ca>
Date Fri, 29 Aug 2003 08:50:51 +0200 (CEST)


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A - I N F O S N E W S S E R V I C E
http://www.ainfos.ca/
http://ainfos.ca/index24.html
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>From "CNT AIT" <cnt.ait@wanadoo.fr>
Vor zwei Jahren haben zehn Leute das Dokumentationszentrum der deutschen
Botschaft [in Paris] besetzt, aus Solidarität mit Werner Braeuner, einem
deutschen Arbeitslosen, der für die Tötung seines Arbeitsamtsdirektors
im Knast sitzt. Diese Aktion hatte damals schon zu einer maßlosen
Mobilisierung der Polizei geführt: RG-Einheiten in Überzahl, bevor die
Aktion überhaupt stattgefunden hatte, dann in den folgenden Monaten
Durchsuchung und zweimalige Verhaftung eines Teilnehmers, der
schließlich zu 1000 Euro Strafe verurteilt wurde wegen "willkürlicher
Gewalt gegen einen Diplomaten".

Heute, zwei Jahre später, hat der französische Staat beschlossen, diese
Sache wieder auszugraben und neue Ermittlungsverfahren gegen den bereits
vor zwei Jahren verurteilten Genossen einzuleiten, indem er ihn diesmal
anklagt, ...

« IN DIE RÄUME EINGEDRUNGEN ZU SEIN » (SIC) !!!

Welche Enttäuschung! Dem Staatsanwalt ist nichts anderes eingefallen!
Wir hätten uns so gefreut, von Mr Staatsanwalt wegen krimineller
Vereinigung, Geiselnahme, Drogenhandel, Terrorismus, Fahren in
betrunkenem Zustand oder sonst irgendwas durchgeknalltem angeklagt zu
werden. Sowas von phantasielos!

Im Ernst, die Lächerlichkeit dieser Anklage (die öffentlich zugängliche
Räume betrifft) illustriert gut die laufende Repressionsoffensive und
den Willen, jede Form der sozialen Mobilisierung zu kriminalisieren,
indem man systematisch Strafverfahren einleitet. Das Justizministerium
möchte hier eine neue Rechtsprechung einführen, um Besetzungen
öffentlicher Gebäude leichter kriminalisieren zu können. So ist auch die
Absicht hinter dieser Affäre ein bißchen besser verständlich:
Systematisch alle bestrafen zu können, die auf den bösen Gedanken
kommen, Aktionen dieser Art durchzuführen. Wenn eine neue Rechtsprechung
dazu käme, diese Tat zu bestrafen, daß DemonstrantInnen in ein
öffentliches Gebäude eindringen, würde das offensichtlich in den Händen
des Staats eine zusätzliche juristische Waffe darstellen, um jeden
sozialen Protest zu bekämpfen. Und viele Leute davon abzuhalten,
irgendein Gebäude zu stürmen, wenn sie mal wieder keinen Bock auf
Latschdemos haben. Das neue Gesetz, das die Besetzung von Räumen in
Gebäuden kriminalisiert, könnte auch zum selben Verwendungszweck dienen.

Dieses plötzliche juristische Wiederaufflackern gibt uns außerdem die
Gelegenheit, wieder mal auf die Situation von Werner Braeuner
hinzuweisen. Einen Monat nach der erwähnten Aktion wurde Werner Braeuner
zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt, weil der den Arbeitsamtsdirektor
getötet hatte, der ihm die Arbeitslosenunterstützung gesperrt hatte
(sein einziges Einkommen). Heute sitzt Werner Braeuner im Gefängnis von
Meppen (an der niederländischen Grenze). Nach zweieinhalb Jahren im
Knast ist es Zeit, ihn da rauszuholen!

FÜR DIE SOFORTIGE FREILASSUNG VON WERNER BRAEUNER!

Verteidigen wir unsere Kampfmethoden: Verteidigen wir unser Recht,
öffentliche Gebäude zu besetzen, um sie uns wiederanzueignen!

TERMIN: DIENSTAG, 2. SEPTEMBER, 13:30H VOR DER 14. STRAFKAMMER (PARISER
JUSTIZPALAST, METRO CITÉ)

Ihr könnt Eure Solidarität mit Werner Braeuner zeigen, indem Ihr ihm
(auf deutsch, französisch oder englisch) an folgende Adresse schreibt:

Werner Braeuner, JVA Meppen, Grünfeldstr. 1, D-49716 Meppen, Allemagne.

http://werner.braeuner.freeservers.com

xalinorias@hotmail.com


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