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{Info on A-Infos}

(de) A-Camp-Infos - Zeitung des anarchistischen Sommercamps 2003

From Worker <a-infos-de@ainfos.ca>
Date Fri, 15 Aug 2003 11:54:49 +0200 (CEST)


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A - I N F O S N E W S S E R V I C E
http://www.ainfos.ca/
http://ainfos.ca/index24.html
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> von anar - 11.08.2003 16:18
Berichte, Hintergründe und Informationen vom A-Camp in Lutter vom 01.08. - 10.08.2003
A-Camp-Info Berichte, Hintergründe und Informationen
Editorial
Hallo, wir sind die Zeitungsgruppe und möchten kurz berichten, wie diese
A-Camp-Zeitung entstanden ist. Einige Leute haben sich zur Mediengruppe
zusammen gefunden, die aber auf keinen Fall im Namen des A-Camps 2003
spricht, sondern einzelne Meinungen wiedergibt.
Schnell stellte sich heraus, dass Einige lieber mit bestimmten Medien arbeiten
wollen. Und so hat sich dann die Radiogruppe und die Zeitungsgruppe gebildet.
Auch die Leute, die sich für Videodokumentation oder Presseerklärungen
interessieren, konnten so zusammenfinden.

Dann haben wir festgestellt, dass es leider nicht möglich sein wird, jeden Tag
eine neue Zeitung herauszugeben, weil es zu teuer und zu viel Arbeit wäre und
nicht genug Beiträge da waren.
Also haben wir erstmal die erste Ausgabe produziert, die vierseitig im DIN
A5-Format auf einem Kopierer vor Ort vervielfältigt wurde.
Dabei mussten wir leider feststellen, dass die Kombination aus kleiner Schrift,
altem Nadeldrucker und eingeschränkter Kopierqualität die Zeitung teilweise
schwer lesbar machte.

Also: Was tun?
Mit einem besseren Ausdruck konnten wir den Kopierer nutzen, und mussten
nicht zu einem Copyshop in eine der grösseren Städte in der Nähe fahren.
Die sind nämlich teuer und haben wahrscheinlich samstags nicht so lange
geöffnet.

Bis zum Ende des A-Camps wollten wir die Abschlusszeitung für alle
Teilnehmenden fertig haben, obwohl einige Leute die Ausgabe lediglich per
e-mail zugeschickt bekommen wollten. Die Gestaltung und Endproduktion der
Zeitung wurde als eigener Workshop angekündigt und umgesetzt.

Ob die Zeitung auch auf der Homepage des A-Camps 2003 erscheinen wird, ist
bisher noch nicht geklärt. Eine Broschüre mit allen Diskussionsbeiträgen,
Referatstexten und Informationen wird es wohl leider nicht geben, weil das
zu viel Arbeit wäre.
Wenn ihr zu einzelnen Themen mehr wissen wollt, fragt einfach, die Leute
persönlich, die die Arbeitsgruppen vorbereitet hatten.
Wir möchten uns noch bei allen bedanken, die mitgeholfen haben, die Zeitungen
zu erstellen. Insbesondere mächten wir uns bei jenen bedanken, die uns ihre
Technik zur Verfügung gestellt haben.
--
Anagramm: A-Camp in der Burg Lutter
Anagramme sind Gedichte, aber auch Prosastücke (es gibt sogar einen Roman),
die aus den Buchstaben eines Ausgangswortes bzw. -satzes gebildet werden.
Diese strenge Vorgabe, die gleichzeitig unendliche Varianten in sich trägt,
macht für mich den Reiz dieser Form aus. Bis ich ein einigermassen gutes,
rythmisches Anagramm zustandebringe, brauche ich normalerweise Wochen oder
Monate, in denen es langsam reift. Dieses ist in wenigen Stunden entstanden
und deshalb ein sehr holpriger Versuch.

A-Camp in der burg lutter

perlmuttgraben curdia
pc brand reitet um graul
brutal drempt guernica
grabenlump trau tier cd
puncturm trage radlieb
mut lebt purg der anarci

Elisabeth, 8.8. 2003

--

Sprach(un)kultur

Nachdem bei den meisten Plenas und Arbeitskreisen immer
nur wenige sprachen, wurde ein Arbeitskreis gebildet, um
Strategien zu entwickeln, die alle Teilnehmerinnen und
Teilnehmer in die Diskussion miteinbeziehen.

So ein Camp soll auch eine Art des Trainings für das
Zusammenleben auf gleicher, respektvoller und
herrschaftsfreier Basis sein. Denn es ist inakzeptabel, dass
auch wir hier - wie in der "repräsentativen Demokratie" - mit
einer großen schweigsamen Mehrheit arbeiten.
Folgende Anregungen wurden dem Plenum präsentiert:

Große Gruppen sollten nach Möglichkeit geteilt werden,
bzw. wenn das nicht möglich ist (wie bei Plenas) verstärkt
mit nonverbalen Kommunkationsmitteln (Handzeichen).
Vortragende sollten davon ausgehen, dass unter den
Zuhörenden Personen sind, die das zum ersten Mal hören.
Langsam reden, Pausen machen und Begriffe sowie
Abkürzungen erklären
Ermutigen nachzufragen und eigene Kommentare abzugeben

Reihenfolge der Wortkommentare sollte rundumgehen (mit
oder gegen den Uhrzeiger), dadurch soll gewährleistet sein,
dass mehr als zwei Menschen reden.
Übersetzungen sind kein lästiges Übel, sondern eine
Selbstverständlichkeit! Sie dienen nebenbei noch dazu
Verständnisprobleme aufzuzeigen und diese dann auch zu
klären.
Kleine Zusammenfassungen des Diskussionsstandes helfen
den roten Faden zu behalten.
Die Übersetzungen und Zusammenfassungen sollten von
möglichst vielen (nicht immer denselben) Personen gemacht
werden.
Die Verantwortung dafür, dass eingefahrene
Verhaltensmuster aufgebrochen werden liegt bei allen! Das
beeinflusst den Diskussionsverlauf.
In diesem Sinne: Fröhliches Streiten!!!
Elisabeth u. Lis, 8.8.03

--

Why be shy or dominant?

this was the question of a meeting on Wednesday. About 10
people talked about what caused them to be shy or dominant.
Some of the things mentioned there: because from childhood
on, parents and others says "no!", "no!", "no!" to many things a
child says or does. Especially when you - as child - rarely
heard explanations, it is easy to conclude that you simply
deserve a "no" to whatever thing you are doing or saying - why
then say anything..?
because they (shy people) think that they do not do any things
worthwhile in their lives - like political work - whereas others
do. Since "of course" you may only say something if you have
a very revolutionary or otherwise great life - why then say
anything ... ?
because they speak to a large group ...

There were also some "dominant" people present at the
meeting. They said, among others:
"Once in a while I am dominant, because I am sometimes
impatient." In other words: instead of putting the quality of a
talk at no. 1, dominant people seem to find it more important
that arguments or ideas which they think are important are
heard (so shy people are not).
"I am dominant because I am not autonomous" - said someone
else. To explain this a bit: being dominant can be a way to
receive attention and approval. But if you would like yourself
and are self- confident, would you still seek for attention and
approval of others so desperately?

In general, it was said that both - dominance and shyness -
can be reproduced. For example, if you are shy, and people
don't hear you, many may think that you really don't have
anything to say, because you rarely say something or you say
things nervously and therefore probably in a somewhat "silly
way". So you unwillingly confirm your idea (if you have) that
none is interested in what you say.

Solutions may be: to reflect on your behaviour - and to try to
look behind people's façades, of course! I think the meeting
we had was a (small) trigger to get the best out of yourself
and your fellow-people.
Menno, 6.8.03

Zusammenfassung:
In diesem Text geht es darum, dominantes Redeverhalten zu
analysieren. Eine Schlussfolgerung lautet, dass es wichtig ist,
hinter die Fassade der jeweiligen Menschen zu sehen. (Lis)

--

Pralinenmachworkshop

Ein paar kreative Menschen setzten sich zusammen, um das
Camp mit gut schmeckender Schokolade zu versorgen. Für
jene, die es zuhause mal versuchen wollen, hier das Rezept:

Fudge a la Zan
800 g Zucker mit
340 ml Kondensmilch (geht sicher auch mit Sojacreme)
aufkochen lassen, danach nicht mehr rührend auf
klitzekleiner Flamme 10 min. köcheln lassen. Danach 400 g
Blockschokolade hinzugeben, ohne Flamme schmelzen lassen.
Nach eigenem Ermessen Kakao, Marmelade, Mandeln, Chilli
oder ähnliches zufügen.

--

Kochen, Essen: exquisit!

Eine Sache, die hier auf dem Camp wirklich gut funktioniert
hat, war die Versorgung. Immer wieder haben sich Leute
gefunden, die die Anwesenden mit
veganer und vegetarischer Küche versorgt haben. Es haben
auch immer viele mitgeholfen, und es war selbstverständlich
und anregend gleichzeitig Mais zu zerkleinern und das
Programm der GAF zu diskutieren. Selbst wenn etwas mal
anders lief als geplant, konnte immer gemeinsam eine
Lösung gefunden werden, um dann zum Abendessen die
"hungernde Meute" zu füttern.
Lis, 8.8.03

--

Mal etwas Statistik:

Bis Freitag Mittag hatten sich 137 Menschen angemeldet, die
aus 7 verschiedenen Ländern kamen (Niederlande, Finnland,
Polen, Italien, Schweiz, Österreich und Deutschland). Der
jüngste Teilnehmer war 8 Wochen alt, der älteste 56
Jahre. Konsumiert wurde, bis Freitag Mittag, aus dem Kiosk:
ca. 6 l Wein, 333 l Bier, 93 l Saft und 283 l Mineralwasser.
Brot wurde im Durchschnitt 24 Kilo pro Tag verbraucht - und
die sonstigen Leckereien sind als solche nicht auflistbar.
Verbraucht wurden auch ca. 136 Rollen Klopapier zu je 250
Blatt. Nicht mitgerechnet in dieser Statistik sind all jene
Konsumgüter, welche von den Menschen selbst
mitgenommen wurden. Das heißt, im Grunde dient diese
Statistik nur der Belustigung und ist außer zum Schmunzeln,
zu nix zu gebrauchen.
Lis, 8.8.03

--

Musik und Tanz

Insbesondere für die Entwicklung der Kinder sind Musik
und Tanz sehr dominant in der Persönlichkeitsentwicklung.
Es ist daher bedauerlich, dass lediglich einmal der Versuch
unternommen wurde wenigstens gemeinsam zu singen (auch
Tanz ist eine wichtige Ausdrucksform des Körpers, es muss
ja nicht unbedingt Walzer oder Foxtrott sein!). Das
gemeinsame Singen war leider auch nicht mal ansatzweise
sehr überzeugend.
Bee

--

Der libertäre Kommunalismus

wurde von Jakob aus Berlin vorgestellt. Er gab einen kurzen
Abriss über das Buch der amerikanischen Genossin Janet
Biehl. Ihr Vorschlag, den sie übrigens in den USA bei
Millwaukee auch praktiziert, besteht darin dass
Anarchistinnen und Anarchisten sich auch in lokale
öffentliche Ämter wählen lassen sollen (Die Grenze
wäre etwa vergleichbar in Deutschland bis in Gremien der
Landkreise und kreisfreien Städte). Eine Vernetzung der
institutionalisierten Genossinnen und Genossen mit der
praktisch tätigen anarchistischen und libertären Bewegung
soll eine stetig Veränderung der Gesellschaft bis hin zur
sozialen Umwälzung im anarchistischen Sinn
ermöglichen.
Bee

--

Der Doma, das Doma, die Dominanz, die Domina

Aus den Verhaltensformen einiger, allerdings leider weniger
Personen im Plenum, aber auch inden Gesprächskreisen
entstand ein Gesprächskreis mit dem
Generalthema:"Dominanz in Gruppen / Sprache / Gewalt". Es
erstaunt mich nicht, dass dieses Themas zur breiten
Diskussion Anlass gab, denn immerhin bezeichnen sich sehr
viele auf diesem a-camp als Anarchistin oder Anarchist, also
Gegnerin und Gegner jeder Form von Herrschaft. Und
Dominanz ist immer ein Kennzeichen für offene oder
heimliche, subtile Herrschaftsform. Natürlich kann aber
auch eine solche Diskussion bewirken, dass Menschen sich
nicht mehr spontan, aus ihren Gefühlen heraus äußern.
Ich denke, wir sind uns einig, dass es nicht soweit kommen
darf, dass wir es richtig finden, wenn Genossinnen und
Genossen, durch die Art und Weise der Kritik sich einer
Selbstzensur unterwerfen und in ihrer Selbstverwirklichung
und Persönlichkeitsentwicklung eingeschränkt werden.
Bee

--

SCHAU, TRAU, Wem?

Einen breiten Raum, welcher auch immer wieder zu teilweise
heftigen Diskussionen führte, nahm die Stellungnahme zu
Persönlichkeitsrechten ein.
Konkret gesagt, prallten die Standpunkte immer dann
aufeinander, wenn Gesprächaufzeichnungen mit Ton- oder
anderen Wiedergabegeräten gemacht werden sollten.
Auch hierdrin konnte keine abschliessende, gemeinsame
Grundlage erstellt werden. Der Minimalkonsens bestand darin,
dass es grundsätzlich jeder Mensch (also nicht nur
Genossinnen und Genossen), ohne Bgründung ablehnen
kann in irgendeiner Form dokumentiert zu werden.
Weitergehende oder tiefergehende Aufforderungen und
Verhaltensmassregeln, wie z.B. Handy oder
Babyüberwachungssender ganz auszuschalten, wurden
lediglich allgemein zur Kenntnis genommen.
Bee

--

Die Karawane zieht weiter

Am Mittwoch war die ökorilla-Fahrradkarawane des
Deutschen Jugendbundes für Naturbeobachtung im a-camp.
Die Tour führt in 13 Etappen über die AKW's
Grundremmingen und Grafenrheinfeld nach Gorleben, und will
auch in Städten, abseits der üblichen Demo-Routen,
über den Uranabbau informieren. Atomkraft ist nicht nur
aufgrund der ungeklärten Frage der Entsorgung des
Atommülls und der potentiellen Gefährdung der Menschen
durch "GAU's" und sogenannte Störfälle unverantwortlich,
sondern bereits die Urangewinnung verstrahlt ganze
Landschaften und findet unter unmenschlichen Bedingungen
für die Arbeiterinnen und Arbeiter statt. Der DJN ist ein
unabhängiger, selbstverwalteter Zusammenschluss von
Menschen zwischen 12 und 25 Jahren, die einerseits die Natur
kennenlernen wollen und andererseits umwelt- und
naturpolitische Themen in Seminaren, Lagern und Aktionen
aufgreifen. Leider hatte die Post nicht alle Pakete hierher
geliefert, die Flyer und Infomaterial für die restliche
Karawanenstre
cke nachfüllen sollten.
www.naturbeobachtung.de

--

Sanitätsdienst

Bernd und das SEK Chemnitz (Sondereinsatzkoch)
Es war während des gesamten a-camps für meine
Erfahrung erstaunlich ruhig. Das was alle mitbekommen haben
und das auch alle mehr oder weniger berührte, war die
Einweisung eines Genossen aus der Veganer-Gruppe ins
Krankenhaus. Er musste wegen Verdacht auf eine
Virusinfektion genauer untersucht werden.
Dieser Verdacht hatte sich nach einer Blutanalyse bestätigt
und er musste stationär behandelt werden. Eine größere
Brandwunde wurde einem Genossen durch einen Scherz
zugefügt. Eine Fläche von ca. 7x15 cm war durch
heißes Wachs 1 - 2 gradig verbrannt (es gibt 3 Grade der
Verbrennung). Er muss zu Hause ärztlich weiterbehandelt
werden, damit die Infektion sich nicht ausbreiten kann und
keine allzu großen Brandnarben zurückbleiben. Daneben
gab es bis Redaktionsschluss lediglich 2 kleine
Schnittverletzungen, ein keliner Riß, 2 Verstauchungen,
zwei Fremdkörperentfernungen, einen Wespenstich und eine
alte innere Blutung am Fußgelenk zu behandeln. Ich bin
sicher, dass wir alle sehr froh darüber sind, dass auf diesem
Camp sich alle sehr diszipliniert verhalten haben, und keine
übertriebenen Nikotin-, Sauf-, Shit- oder andere
Drogenorgien stattgefunden haben.
Bee

--

Alles für die Katz

Am Eingang zum Tagungshaus der Burg Lutter hängt ein
Zettel, darauf steht:
"Hallo, bitte Katze füttern und Wasser geben. Sie ist dem
Tagungshaus zugelaufen. Ich glaube, sie heisst Maria."

Als dann die Leute vom A-Camp den Zettel lasen, haben sich
natürlich direkt einige angesprochen gefühlt und begonnen
sich um das Tier zu kümmern. Die Katze wurde mit dem
reichlich vorhandenen, marktüblichen Katzenfutter
gefüttert und von vielen grossen und kleinen Menschen
gestreichelt, gekrault und geliebt.
Doch dann stellten einige fest, dass die Katze
Gleichgewichtsstörungen und eitrigen Hautausschlag hat.
Sofort gingen Spekulationen los, welche Krankheiten das Tier
haben könnte und was dagegen gemacht werden könnte.
Auf dem allabendlichen Plenum wurde dann beschlossen: Die
Katze muss in tierärztliche Behandlung.
Zur Frage, wie und von wem das finanziert werden sollte,
wurde ausserdem beschlossen Geld zu sammeln. Das wurde
auch direkt getan und es kam einiges Geld zusammen (wobei
diskutiert wurde, mit einem Teil der Sammlung die Genossin
zu unterstützen, die auf dem Camp unter ungeklärten
Umständen plötzlich viel Geld vermisste und
befürchtete, dass dies gestohlen worden sei).
Einwänden, dass es doch in der Verantwortlichkeit der
Lutter-Gruppe liege, sich um die Tiere des Hofes zu
kümmern, wurde entgegnet, dass die Katze doch gerade
erst dem Tagungshaus zugelaufen sei.
Zwei Leute haben sich dann bereit erklärt, die Katze
einzufangen und in die Transportkiste einzusperren. Doch
vergeblich, denn das Tier hat sich lautstark gewehrt und ein
Transport zu einer TierärztIn schien unmöglich.
Auf dem nächsten Abendplenum wurde das Thema erneut
angesprochen, denn nun sollten Beruhigungsmittel ärztlich
verschrieben werden, um die Katze besser einfangen und
transportieren zu können.
Aber aus tiermedizinischer Sicht wurde dann doch
vorgeschlagen, es sei besser, die Katze mit
Lederhandschuhen in einen Sack zu packen. Aber auch dieser
Versuch war vergeblich, denn seitdem ist das Tier
unauffindbar
verschwunden. Jedenfalls zu den Öffnungszeiten der
Tierartzpraxis. Einige sagten, sie haben die Katze gesehen,
wie sie nachts zum Futternapf kam und in Ruhe Hunger und
Durst stillte.
Also wurde erneut ein Plenumsbeschluss getroffen, dass
diejenigen, die die Katze vor dem Tagungshaus herumstreunen
sehen, ihr dann auch Futter und Wasser geben sollen (damit
das herumstehende Katzenfutter nicht von einer der
HündInnen oder gar vom Hängebauchschwein Wanda
irrtümlich weggefressen werde.
Zwischenzeitlich hat sich ausserdem herausgestellt, dass die
Katze seit Jahren hier lebt und es geht das Gerücht um,
dass der Zettel aufgehängt wurde, um der vorherigen
Gruppe, die das Tagungshaus genutzt hatte, eine
gruppendynamische Beschäftigungsmöglichkeit zu bieten.

--

Anarchistische Föderation - Sektion Poznan (Polen)

Wir sind die Sektion Poznan der Anarchistischen Föderation
(Federacja Anarchistyczna) in Polen. Wir sind interessiert an
einer weitest möglichen Zusammenarbeit und an
Ideenaustausch über eine anarchistische und freie
Gesellschaft. Wir glauben, dass wir nur dadurch, dass wir uns
gegenseitig kennen und unterstützen, der Macht von
Staaten und internationalen Firmen etwas entgegensetzen
können. Ausserdem können wir auf diesem Weg uns
gegenseitig Solidarität zeigen. Daher möchten wir uns mit
einigen Worten kurz vorstellen.

Die polnische "Anarchistische Föderation" gibt es seit 1988
(am Anfang als "Anarchistische Intercities - ein Netzwerk
des positiven Austausches" und seit 1989 als Anarchistische
Föderation). In der AF haben sich mehrere Gruppen aus
ganz Polen assoziiert, wobei unterschiedliche ideologische
Vorstellungen ebenso nebeneinander existieren, wie
vielfältige Aktionsformen. Die Grundlage unserer
Zusammenarbeit ist das kollektive Handeln mit dem Ziel der
Erreichung bestimmter Ziele.

Die Sektion Poznan der Anarchistischen Föderation gibt es
seit 1995 in ihrer momentanen Form. Es ist eine Fortführung
der Gruppen, die in Poznan seit 1985 in Übereinstimmung mit
anarchistischen und selbstbestimmten Idealen aktiv waren.

Seit 1998 betreiben und erweitern wir unsere Anarchistische
Bibliothek (Poznanska Biblioteka Anarchistyist; in der wir
versuchen so viele Dokumente und Veröffentlichungen
über anarchistische und freie Ideen, Freiheitsbewegungen,
Ökologie usw. wie möglich zu sammeln. Unsere Bibliothek
regt Leute aus anderen Zentren an, die Schwierigkeiten haben
ähnliche Sachen zu machen.

Seit Jahren betreiben wir eine Beratungsstelle für
Verweigerer, die dabei hilft den verpflichtenden
Militärdienst zu vermeiden. Wir machten (und machen)
ausserdem Aktionen gegen die Armee und die NATO, und
ausserdem das (für Polen) zentrale Büro der
internationalen Webseite des ACK (ABC = Anarchist Black
Cross), das einen Informationsrundbrief herausgibt und die
Hilfe für inhaftierte AnarchistInnen, AntifaschistInnen und
PazifistInnen koordiniert. In unserer Gruppe betreiben wir
ausserdem das Bruderschafts-Verlagshaus "Trojka" (Oficyna
Wzdalnicza Bractwa), das sowohl klassische, wie moderne
AutorInnen aus dem libertären, freiheitlichen Bereich
herausgibt, sowie PoetInnen, Prosa-SchriftstellerInnen und
Handbücher. Bereits über 50 Bücher wurden publiziert.

Wir betreiben ausserdem einen Vertrieb für anarchistische
Literatur und Presse, die von anderen Gruppen herausgegeben
wird. Im Jahr 2000 haben wir die Zusammenarbeit mit Leuten
aus anderen Gruppen an einem Programm einer
"Anarchistischen Verlagsinitiative" begonnen. Diese Idee hat
zum Ziel, die polnischen anarchistischen VerlegerInnen
zusammen zu bringen, um gemeinsam Bücher zu
veröffentlichen und um libertäre Literatur in einem
breitestmöglichen Spektrum von EmpfängerInnen zu
verbreiten. Darum werden die von der Anarchistischen
Verlagsinitiative herausgegebenen Bücher in Buchläden
im ganzen Land vertrieben werden. Bisher bieten wir Bücher
von J.Hasek, Dario Fo und anderen an.

Wir organisieren viele Proteste zu einem breiten Spektrum
sozial-politischer und politischer Probleme. Im Jahr 2003
haben sich unsere Aktivitäten hauptsächlich auf drei
Kampagnen konzentriert, die die Initiativen fortführen, die
wir gegen Ende letzten Jahres begonnen hatten: erstens
Aktionen zur Verteidigung einer umfassend verstandenen
Rede- und Versammlungs-Freiheit; zweitens zu den
Problemen der ArbeiterInnen; drittens zu
Anti-Kriegs-Kampagnen (wir haben ausserdem versucht,
Aktivitäten aufeinander aufbauend oder zyklisch zu
gestalten, die für längere Zeit geplant waren, unter
anderem im besetzten Haus "Rozbrat").

Unsere Zusammenarbeit mit ArbeiterInnen aus pleite
gegangenen oder von Schliessung bedrohten Fabriken ist eng
verbunden mit der ArbeiterInnen-Initiative, einer libertären
Gewerkschaft. Mehr Informationen über diese Initiative
findet ihr in englischer Sprache auf der Webseite http://
www.workers-initiative.poland.prv.pl

Ab Mai 2002 konnten wir dank der Gastfreundschaft der
Wissenschaftlichen StudentInnen- Vereinigung an der
Universität Poznan ein Treffen mit VertreterInnen der
verschiedenen Gewerkschaften organisieren. Ausserdem
arbeiten wir mit "Solidarnosc '80" zusammen, einer in der
Fabrik von H.Cegielski aktiven Gewerkschaft. Wir haben
ausserdem Kontakte geknüpft zu Initiativen, deren Ziel die
Verteidigung der ArbeiterInnen, ihrer Rechte und
Gewerkschaftsfreiheiten ist.

Wir machen immernoch Aktionen zur Verteidigung der Rede-
und Versammlungsfreiheit und gegen die Zensur der lokalen
Behörden und der Polizei. Wir haben zum Beispiel eine
Menge Happenings und Mahnwachen gemacht während des
Prozesses gegen die 11 Leute, die wegen "Besetzung des
Gehwegs" angeklagt waren (sie hatten vor der US-Botschaft
gegen die Menschenrechtsverletzungen während des US-
und NATO-Einsatzes in Afghanistan demonstriert).

Im Februar 2003 haben anarchistische, autonome und
pazifistische Gruppen das Antikriegsbündnis Poznan
gegründet ( http://www.antywojenna.prv.pl), das sich der
internationalen Kampagne gegen den Krieg im Irak
angeschlossen hatte.

Vom 07.-09.06.2002 hatte die AF Poznan gemeinsam mit dem
Acht-Tage-Theater ein Solidaritätsfestival mit der
zapatistischen Bewegung organisiert. Die Einnahmen aus dem
Festival wurden für den Bau einer Schule und eines
Krankenhauses in Qventiv überreicht. Es war bereits das
zweite Ereignis dieser Art im Rozbrat, aber das erste, das auf
den offiziellen Webseiten der EZLN angekündigt wurde.

Ausserdem werden Versammlungen und Lesungen von
unserem Libertären Diskussions-Club organisiert. Wir
betreiben ausserdem kulturelle Aktivitäten (Ausstellungen,
Kabarett- und Theateraufführungen, Happenings, Konzerte,
Kunstmagazine, Kollagen, Gedichte, usw.). Dieses Jahr haben
die Veranstaltungen des Abramowszczyna-Kreises bereits
zum dritten Mal stattgefunden (der Name kommt von dem
polnischen anarchistischen Ideologen Edward Abramowski).
Es ist eine Plattform für Treffen anarchistischer und
libertärer Zusammenhänge, für Kunstveranstaltungen
und gegenseitigen Austausch.

Unsere Gruppe legt ihren Schwerpunkt auf das Propagieren
der anarchistischen Idee und spricht konkrete Probleme an
mittels Postern, Aufklebern, Strassenzeitungen, Graffiti, aber
ebenso mit Presseerklärungen und Artikeln. Dadurch wollen
wir viele Leute und Zusammenhänge mit den von uns
angesprochenen Ideen und Problemen erreichen.

Diese und andere, hier unmöglich zu erwähnende,
Aktivitäten bilden für uns eine Art Plattform, um gegen
alle Aspekte der Macht und Unterdrük-kung zu kämpfen.
Ausserdem um Strukturen aufzubauen, die die Freiheit der
Individuen und Initiativen erweitern, die von der Basis kommen
und durch Konsens und direkte Demokratie aufgebaut sind.

Lang lebe die Anarchie!

Wir laden wirklich alle dazu ein, uns zu besuchen im besetzten
Haus "Rozbrat",
Pulaskiego Strasse 21a, Poznan (Polen).
http://www.rozbrat.org

--

Für weitere Informationen, Ideen, Austausch von
Veröffentlichungen und für eine umfassend verstandene
Zusammammenarbeit könnt ihr uns über e-mail
kontaktieren:
katarina25@wp.pl
Wenn ihr unsere Anarchistische Bibliothek in Poznan
unterstützen wollt, schickt bitte Bücher, Zeitschriften
oder Spenden an unsere folgende Postadresse:
Anarchist Federation - Poznan, P.O. Box 5,
60-966 Poznan 31, Poland

Mit anarchistischen Grüssen,
Sektion Poznan der Anarchistischen Föderation

--

Austellung über Antikriegsaktionen in Mannheim

Am Infostand der AFRNP hängt eine Fotoausstellung mit
Bildern von Blockadeaktionen. Zwischen Ende Januar und
Mitte Juli fanden in Mannheim ca. 30 Blockadeaktionen vor
US-Kaseren statt.

Weiterhin wurden 12 Militärtransporte auf dem Weg zum
Golf gestoppt. Mannheim ist ein zentraler Umschlagplatz des
US-Militärs in Europa. Hier werden Fahrzeuge gewartet,
Konvois zusammengestellt und über den Mannheimer Hafen
in den Golf verschifft. Ende 2002 gründete sich daher ein
offenes Plenum von dem aus Infoveranstaltungen,
Flugblattaktionen ( v.a. für US- SoldatInnen) und
Blockadeaktionen organisiert wurden. An den Aktionen
beteiligten sich zwischen 2 bis 100 Personen. Nachdem die
TeilnehmerInnen bei den letzten Blockaden immer geringer
wurden, wurden die wöchentlichen Blockaden eingestellt.

Während der Anfangsphase des Krieges und kurz davor war
es uns noch regelmässig gelungen alle 3 Tore des
strategisch wichtigen Spinelli-Barcks für teilweise über
eine Stunde komplett dicht zu machen. Einige Militärkonvois
wurden für 1 1/2 Stunden aufgehalten. Bei den Aktionen kam
es zu mehreren in Gewahrsamnahmen. Mindestens 20 Leute
sind zur Zeit von Bussgeldverfahren betroffen. Wir rechnen
mit Kosten von 7000 Euro aufwärts.

Wer uns unterstützen will kann sich an
gegenkrieg_ma@yahoo.com wenden.
Ausführliche Informationen über die Aktionen findet ihr
unter
www.rheinneckarinfo.net/nowar.php

--

Time to Organize

Wie ein schwarz-roter Faden zog sich die
Organisierungsdiskussion durch mehrere Workshops.

Am Montag stellte die Anarchistische Föderation
Rhein-Neckar Pfalz ihren Ansatz zu diesem Thema, sowie ihre
Prinzipienerklärung vor. Die AFRNP ist ein regionaler
Zusammenschluss anarchistischer Gruppen und ist Teil des
Forums deutschspachiger AnarchistInnen, einen
Zusammenhang, der aus der Initiative füreine
anarchistische Föderation Deutschland (I-AFD)
hervorgegangen ist. Am Mittwoch wurde von zwei FAUistas
aus Osnabrück ein Thesenpapier zum Aufbau einer
Anarchistischen Föderation vorgestellt und diskutiert.
Besonders herausgestellt wurde die Notwendigkeit einer
grösseren Organisierung, um unsere Inhalte
(anarchistischen a.m. des Tippers) besser in die
gesellschaftlichen Diskurse zu bringen (z.b. durch koordinierte
Kampagnen), um langfristige Diskussionen zu führen, um
kontinuierliches politisches Wirken zu ermöglichen und um
mit vereinten Kräften Projekte (Druckereien, Zentren,
Radios usw.) aufzubauen bzw. zu vernetzen.

Schliesslich gab es am Donnerstag einen weiteren
Arbeitskreis auf dem bereits konkrete Beschlüsse über
weitere Aktivitäten gefasst wurden. So soll es nächstes
Jahr im Sommer eine Studientagung zu diesem Thema geben.
Im Vorfeld sollen, über unsere Medien und direkte
Kontaktaufnahme, Gruppen und Einzelpersonen zu dieser
Tagung eingeladen werden. Um effektiv arbeiten zu können
wird im Vorfeld ein Katalog mit Fragen erarbeitet, dieser soll
vor der Tagung von den teilnehmenden Gruppen und
Einzelpersonen diskutiert werden. Dieser Diskussionsprozess
wird vor der Studientagung in einem Reader
zusammengetragen. Personen die keine eigene Position
ausformulieren möchten, sind als Beobachtende ebenfalls
herzlich eingeladen.

Hoffentlich gelingt es, sich im Rahmen der Studientagung auf
gemeinsame Prinzipien zu einigen. Diese könnten dann zur
inhaltlichen Grundlage einer künftigen Anarchistischen
Föderation verwendet werden. Denn wie heißt es doch so
schön '... und Du weißt das wird passieren, wenn wir uns
organisieren' Falls ihr Interesse habt könnt ihr euch an die
vorbereitenden GenossInnen aus Osnabrück (
skanarchie@web.de) oder die AFRNP ( afrnp@gmx.net)
wenden.

ANMERKUNG Dieser Artikel ist eine subjektive Darstellung
(ich bin ja auch ein Subjekt) von erlebtem und erzähltem. Er
ist keine abgesprochene Stellungnahme der beteiligten
Gruppen, trift aber glaube ich den Kern des ganzen.
Alex

Anmerkungen des Tippers:
Parallel zur Diskussion am Mittwoch fand ein Arbeitskreis
statt der sich mit dem Programm der 'Gruppi Anarchici
Federati' beschäftigte. Dieses entstand während eines
zehnjährigen Diskussionsprozess und wurde 1977
veröffentlicht. Dieses lässt sich in drei Teile gliedern.

Im ersten wird Anarchie, Anarchismus definiert. Im zweiten
werden die vorherrschenden Klassenstrukturen analysiert.
Dabei wurden jedoch leider nur die ökonomischen
Unterdrückungsverhältnisse berücksichtigt. In der
anschliessenden Diskussion wurde auch die Frage gestellt
inwieweit der Klassenbegriff für die heutige Zeit noch
angemesen und anwendbar ist. Der letzte Teil widmet sich,
sehr realistisch betrachtet, der Frage inwieweit
AnarchistInnen Einfluss nehmen können auf
Arbeitskämpfe, soziale Kämpfe und, sollte es diese geben,
auf die Revolution und welche Organisationsformen und
Aktionsformen dafür notwendig sind.

Meiner Meinung nach ist das Programm der GAF eines der
wenigen modernen Anarchistischen Programme, obwohl es
mittlerweile schon über 20 Jahre alt ist. Viele
anarchistischen Organisationen berufen sich auf Programme
die vor über 100 Jahren entstanden sind und oft nur wenig
mit der konkreten Situation im Jahr 2003 gemeinsam haben.
Das Programm der GAF könnte ein Ansatzpunkt für ein
modernes anarchistisches Programm sein. Die Diskussion
über das Programm der GAF soll mittels e-mail
weitergeführt werden. Interessierte können sich an
soziale- revolution@yahoo.de wenden.

Das Programm der GAF kann über den A-Laden,
Rathenowerstr. 23 10559 Berlin
www.a-laden.org bezogen werden.

--

Plenum Plenum - Ein kleines Plenumslied

Plenum Plenum
... heißt unser Zauberwort
Plenum Plenum
Probleme - die sind fort.
Plenum Plenum
und wir haben Anarchie
Plenum Plenum
jetzt oder nie!

(erweiterter Refrain-Text von Babelsberger Pöbelz:
Plenum)

--

Vorläufiger Entwurf für eine Solierklärung für
CNA-Spanien

Liebe Compañeras und Compañeros!
Wir haben von der Bestrebung der Kriminalisierung von Cruz
Negra Anarquista (CNA) und den Repressalien gegen
einzelne Mitglieder gehört. Als AnarchistInnen lehnen wir
jede Art von Unterdrückung und Herrschaft ab. Die in der
jetzigen Gesellschaft vorherrschenden und restriktiven
Moralvorstellungen können für uns nicht ein Kriterium
für unsere politischen, sozialen und kulturellen Kämpfe
für die Utopie einer anarchistischen Gesellschaft sein.
Für euren Kampf gegen die akuten Repressalien und vor
allem den inhaftierten GenossInnen wünschen wir viel Kraft
und Kreativität für Widerstand.
Mit solidarisch-anarchistischen Grüßen

Plenum des A-Camps vom ... 2003

aktuelle Infos in Deutsch und Spanisch:
http://www.gib.squat.net/abc/gefangene.html#cna
Berichte über Arbeitsgruppen & Diskussionsrunden:
(alphabetisch)

--

Workshops:

A-Camp - nächstes Jahr ?!
Wie und wo findet das nächste A-Camp statt?

Alternative Medien
Indymedia, Terminator, Freie Radios, Fanzines,... Wer macht
was und wieso?

Anarchie im Alltag
Wie kann mensch Herrschaftsverhältnisse aus dem
täglichen Leben los werden?
Wieviel Herrschaftsfreiheit ist hier und jetzt möglich? Wo
sind die Grenzen?
Und wie können wir die auch noch los werden? Kontakt:
hönkeldruck
il.lutter@gmx.net - http://www.hoenkeldruck.de/

Anarchie und Perspektive
Wo wollen wir hin? - Gedanken und Ideenaustausch
Anarchismus in Brasilien
Diavortrag

anarchistische Organisierung
Text aus Osnabrück
(siehe Artikel "Time to Organize")

Dekonstruktion als politische Praxis
konkrete Ansätze zur Infragestellung der hegemonialen
Männlichkeit [auch: Dekonstruktion "des Mannes" (als
politsche Praxis)]. Diskutiert wurde die soziale Konstruktion
von Geschlechterrollen und wie dieses
HerrSchaftsverhältnis (des Patriarchates) abgeschafft
werden kann. Vorschläge waren: die Zuschreibung
bestimmter Eigenschaften bewusst zu verkehren, mit Leuten
zu sprechen und diesen Punkt zu problematisieren. Dazu
gehört es auch in der Familie, als "Keimzelle des Staates"
ebenso anzusetzen wie in den romantischen
Zweierbeziehungen. Interessant war dabei auch, dass
persönliche Erfahrungen angesprochen wurden sowie das
Hinterfragen der eigenen Wahrnehmung.
Kontakt: Les-Enfants@gmx.net
kinder des terrorismus
http://www.stud.uni-hannover.de/~dju/,
Texte zum Thema:
http://www.stud.uni-hannover.de/~dju/acamp.html

Esperanto
Fragestunde zur
alternativen
Weltsprache

Ethik der herrschaftslosen
Ordnung
- anarchistische Moral im Sinne Pjotr Kropotkins. Hier
konnten lediglich Denkansätze vermittelt werden. Eine
abschliessende, gemeinsame Grundlage konnte nicht
erarbeitet werden. Hinterfragt wurde z.B. Heldentum und
evolutionsmythos. Masochismus wurde als Herrschaftsform
erklärt, welche "anti-egoistisch" ist.

Freie Liebe und Anarchismus
Das Thema "Freie Liebe" durchzieht die Geschichte des
Anarchismus wie ein schwarz-roter Faden. In aktuellen
anarchistischen Diskursen spielt dieses Thema kaum noch
eine Rolle bzw. wird in der von der 68er Bewegung durch eine
an männlicher Sexualität orientierte Auffassung
diskreditiert und abgelehnt.
In einem kurzen Vortrag wurde der Begriff und sein
Bedeutungswandel kurz angeschnitten, um einen Background
zu geben, auf dem mensch aufbauend über ein aktuelles
Konzept von freier Liebe diskutieren kann. Der Hauptteil
widmete sich der Diskussion um Formen von "freier Liebe"
und praktische Möglichkeiten des Umgangs damit. Auch
später wurde darüber noch viel diskutiert.
Kontakt: A-Laden in Berlin
a-laden@free.de
http://www.a-laden.org/

GAF-Programm
Diskussion über das Programm der föderierten
anarchistischen Gruppen, Italien 1977 (vgl. Die Anmerkungen
zum Artikel "Time to Organize")

Ideale Ökonomie
- No to capitalist Globalisation, but what is your anarchist
alternative?
Diskussion über alternative / anarchistische Ökonomie
und der Versuch einen gemeinsamen Standpunkt zu
erarbeiten. Konsens ist die Ablehnung einer Tauschwirtschaft
und das Streben nach einer Schenkwirtschaft, die nicht
abschliessend dargestellt werden konnte. Aus der Diskussion
über Egoismus entstand spontan ein Gesprächskreis
(Ethik der herrschaftslosen Ordnung - anarchistische Moral
im Sinne Pjotr Kropotkins)

Interne Kommunikation
im Camp und in der "Szene" im allgemeinen. Ein
Gedankenaustausch über Gruppenstrukturen, Dominanz,
etc. (vgl. die verschiedenen Artikel zu dem Thema)
libertärer Kommunalismus Kurz vor dem Millenium erschien
im Trotzdem Verlag ein Buch: Die Historikerin Janet Biehl
entwirft hier die Ideenwelt des Libertären Kommunalismus.
Zusammen mit ihrem Lebensgefährten Murray Bookchin,
bekannt durch die Schriften zur Öko-Anarchie, werden die
Entwicklungsschritte sowie Strukturen beschrieben.
Referat, Handout, Schaubilder und lebhafte Diskussion
["Schön, daß Ihr das mit der lebhaften Diskussion vorher
wusstet" - Kommentar des Sätzers].
Kontakt: A-Laden in Berlin
a-laden@free.de
http://www.a-laden.org/
(Vgl. den Artikel "Der libertäre Kommunalismus")

Kommunikationsstrukturen
- im allgemeinen Umgang
Warum sind sie so? Woher kommen sie? (Vgl. die
verschiedenen Artikel zum Thema)

Manzanares
- Modell einer antipatriarchalen anarchistischen Kommune. Im
spanischen
Mittelgebirge - in einem verlassenen Dorf - nistete sich 1992
die anarchistische Kommune Manzanares ein und besetzte
kurzerhand brachliegendes Ackerland. Selbstbewusst
präsentiert sich die Kommune als Freiraum, wo
Herrschaftsverhältnisse - vor allem patriachale - hinterfragt
und versucht werden zu überwinden. Darüber hinaus sind
die KommunardInnen als Kollektiv Mitglied in der CNT-IAA
und versuchen an Kämpfen außerhalb ihrer Kommune
teilzunehmen - z.B. durch die Herausgabe einer
anarchistischen Frauenzeitschrift und Diskussionsbeiträgen
für Kongresse. Infos zur Kommune:
Selbstdarstellung in Eurotopia; Contraste Nr. 224. Kontakt:
A-Laden in Berlin,
a-laden@free.de
http://www.a-laden.org/

Ökorilla-Fahrradkarawane
Vorstellung und Rückblick (Vgl. den Artikel "Die Karawane
zieht weiter")

Organisierter Anarchismus
- Ziele, Möglichkeiten und Perspektiven. Bernd stellte die
organisierte Anarchistische Bewegung an Beispielen dar. Den
Internationalen Anarchismus anhand der Internationale der
Anarchistischen Föderationen, die sich als Nachfolgerin des
Kongresses von 1872 versteht und 1968 in Carrara
gegründet wurde. Die IFA organisiert seither fast alle 3
Jahre anarchistische Weltkongresse. Den deutschsprachigen
Anarchismus stellt er ebenfalls an Beispielen seit 1945 dar.
Be




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