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(de) SchNEWS 401, Freitag, 25. April 2003 (en)

From Uli <uli.e@gmx.ch>
Date Tue, 29 Apr 2003 00:29:49 +0200 (CEST)


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> From webmaster@schnews.org.uk
Date Fri, 25 Apr 2003 08:34:36 +0200 (CEST)
(auszugsweise Übersetzung; die meisten Londoner Termine und die meisten
der genialen Wortspiele im Original laß ich weg, weil sie eh
unerreichbar sind. Üs.)
Befreit das!
"25.000 Liter Anthrax. 38.000 Liter Botulinum-Toxin. 500 Tonnen Sarin,
Senf[gas] und VX-Nervengift. Etliche mobile Biowaffenlabore. Ein
fortgeschrittenes Programm zur Entwicklung von Atomwaffen." - All das
vermutete George W. Bush unter Saddams Schnauzbart.
Erinnert sich noch jemand, warum die USA und Britannien in den Krieg
gezogen sind? Angeblich hatte der Irak gewaltige Lagerbestände an
Massenvernichtungswaffen und war deswegen eine Bedrohung für den
Weltfrieden. Hans Blix und sein UN-Waffeninspektorenteam gingen suchen,
Saddam Hussein kooperierte widerwillig, und die Inspektoren fanden...
naja, nicht wirklich viel.

Trotz des eklatanten Mangels an Rechtfertigung marschierte Kaiser Bush
trotzdem im Irak ein (Daddys Kumpels hatten gesagt, er soll das machen)
und der Irak verteidigte sich mit seinen Waffen - aber nicht mit Senfgas
oder ballistischen Interkontinentalraketen, sondern Gewehre und
schrottreife alte Panzer gegen die weltbeste militärische Supermacht.
Jemand hätte Ex-UN-Waffeninspekteur Scott Ritter zuhören sollen, der den
Zustand der irakischen Armee beschrieb als "in totaler Unordnung, kaum
zu mehr in der Lage als Sicherheitswachposten entlang der
iranisch-irakischen Grenze... Ich habe zahlreiche irakische
Militärkasernen besucht und Soldaten in zerfetzten Uniformen und barfuß
gesehen."

Wo sind denn nun all diese angeblichen bösen Massenvernichtungswaffen
hingekommen? Nun, SchNEWS (immer für Sie am Ball!) konnte einige davon
in Britanniens eigener Marinebasis in Faslane, Schottland, ausfindig
machen. Letzten Dienstag wurden 166 Leute an der Basis geschnappt, als
Hunderte von DemonstrantInnen stundenlang die Tore blockierten, während
andere über die Zäune sprangen, einen Sicherheitsalarm auslösten und
Transpis schwenkten mit der Aufschrift "Hier, Blix, wir haben sie
gefunden!"

Faslane ist der Heimathafen von drei der vier britischen
Trident-U-Boote. Jedes U-Boot hat 48 Atomsprengköpfe an Bord, jeder
einzelne mit der 8-fachen Sprengkraft der Bombe, die auf Hiroshima
abgeworfen wurde, die Stadt zerstört und 140.000 Menschen getötet hat.
Der britische Kriegsminister Geoff Hoon hätte sie gerne eingesetzt. Er
drohte Irak, wenn er seine Massenvernichtungswaffen losließen, würde
sein Land dasselbe machen. Aber Saddam hat nichts losgelassen, was ein
bißchen seltsam ist, da er nie besonders zurückhaltend wirkte.

Wenn Bush jetzt nicht bald ein paar Massenvernichtungswaffen auftreiben
kann, steht er als der großmäulige Lügner da, der er wirklich ist. Tony
Blair hat auch Sorgen - Sorgen, daß keine großen bösen Waffen gefunden
werden, oder daß, wenn doch, die Amerikaner beschuldigt werden, sie
selber dort hingebracht zu haben (sicher nicht!). Letzte Woche sagte
Blair, "eine Art objektive Überprüfung" eventuell gefundener Waffen
wäre eine "gute Idee". Kluger Junge, Tony.

Danke und tschüß!

Saddams Standbild in Bagdad wurde von einem US-Panzer umgerissen zum
Wohl der westlichen Medienkonzerne, die sich überstürzten, eine Menge
glücklicher Irakis zu zeigen. (Wer wäre nicht glücklich, wenn ein
tyrannischer Drecksack gestürzt wird?) Aber wenn die Fernsehkameras nur
ein bißchen mehr Weitwinkel benutzt hätten, hätte man gesehen, daß der
Platz in Wirklichkeit ziemlich leer war. Vielleicht lag es daran, daß
daß diejenigen, die von den US-Bomben verstümmelt oder getötet worden
waren (wie viele, werden wir nie erfahren, denn die USA werden sich kaum
die Mühe machen, es herauszufinden), leider nicht mehr gebeten werden
konnten, sich an der Begrüßung ihrer Befreier zu beteiligen.

Und jetzt wird die "Befreiungsarmee" allzuschnell und vorhersehbar zu
einer Besatzungsarmee. "Nein zu Amerika, nein zu Saddam, nein zur
Tyrannei!" riefen Leute auf Arabisch am Dienstag während einer
Wallfahrt, die von schiitischen Führern im Irak organisiert worden war.
In der Stadt Kerbala protestierten am Dienstag hunderttausende Schiiten
gegen Amerikas ersten Versuch, eine Marionettenregierung
zusammenzustellen, während in Mossul Tausende protestierten und das Auto
des pro-amerikanischen Gouverneurs abgefackelt wurde. Amerikanische
Soldaten schossen auf die Demo, töteten mindestens zehn Irakis und
verletzten Dutzende. Ein irakischer Demonstrant warnte: "Wenn die USA
uns daran hindern, einen religiösen Führer als Präsident zu haben,
werden wir das ablehnen. Wenn El-Hausa (die Schiitenführung) uns
befiehlt, uns in Bomben zu verwandeln, können wir die USA dazu bringen,
den Irak zu verlassen. Wir sagen: "Danke, daß ihr Saddam beseitigt habt.
Und jetzt tschüß!"

Der angesehene Journalist Robert Fisk beobachtete: "Überall in Bagdad
hört man das gleiche, von schiitisch-moslemischen Geistlichen bis zu
sunnitischen Geschäftsleuten, daß die Amerikaner nur wegen des Öls
gekommen sind und daß bald - sehr bald - der Guerilla-Widerstand
losgehen muß. Zweifellos werden die Amerikaner diese Angriffe als
'Überbleibsel von Saddams Regime' oder 'kriminelle Elemente' bezeichnen.
Aber das wird nicht der Fall sein." Dr. Wamid Omar Nadmi, ein führender
Politikwissenschaftler an der Uni Bagdad, kommentiert es so: "Wir haben
heute nicht die Wahl zwischen Säkularismus und Religion. Wir sind mit
einer Invasion und Fremdherrschaft konfrontiert. Wir müssen
zusammenarbeiten, um das zu beenden."

* Buchempfehlung: 'War Plan Iraq' von Milan Rai (Verso 2003) [deutsch:
keine Ahnung. Üs.]

"Das Krieg ich!"

Komisch: Amnesty International hat die US-geführten Streitkräfte
angeklagt, sie hätten besseren "Schutz für die Ölquellen vorbereitet als
für Krankenhäuser, Wassersysteme und Zivilpersonen". Seit die US-Kräfte
ins Zentrum von Bagdad eingerückt sind, war eines der wenigen
öffentlichen Gebäude, die von Plünderern verschont geblieben sind, das
riesige Ölministerium, das rund um die Uhr überwacht und von 50
US-Panzern beschützt wird, mit Scharfschützen auf dem Dach und an den
Fenstern. "Die kommen von der anderen Seite der Welt. Glauben Sie, die
werden viel für mich tun? Die sind nur wegen dem Öl hier", schnaubte
Salam Mohammad Hassan, ein Arzt, der neben dem Ministerium wohnt. Das
Bewässerungsministerium, das direkt nebenan steht, wurde abgefackelt,
und die US-Soldaten konnten offensichtlich nichts dagegen tun.

* Die USA verlangen von Nordkorea, sein Atomwaffenprogramm zu stoppen,
aber die USA haben nach einer 14jährigen Pause kürzlich die Produktion
von Plutoniumteilen für Atombomben wiederaufgenommen. Wo ist Hans Blix,
wenn man ihn braucht?


PRÄVENTIVSCHLAG

Nächsten Donnerstag ist der 1. Mai, und Horden randalierender
Anarchisten werden versuchen, die Grundfesten unserer Gesellschaft zum
Einsturz zu bringen... oder so ähnlich. Heuer ist es Zeit für unseren
eigenen Krieg gegen den Terror, mit Präventivschlägen und einem "Angriff
auf die wirklichen Massenvernichtungswaffen: Ölkonzerne,
Waffenhersteller, Multis und Banken." In London wird es zahlreiche
autonome Aktionen geben. Haupt-Treffpunkt 14 Uhr bei Lockheed Martin,
dem größten Waffenkonzern der Welt, dessen F-16- und F-22-Kampfjets von
den USA im Krieg gegen den Irak ausgiebig genutzt wurden und dessen
Profite entsprechend in die Höhe geschossen sind. 14 Uhr am Berkshire
House, Ecke High Holborn/Endell Street. Außerdem gibt's eine "critical
mass"-Fahrradtour, die sich um 11 Uhr unter der Waterloo-Brücke
(Südufer) trifft, und ein Mai-Picknick um 13 Uhr an Queen Anne's Gate.
Außerdem ist ein Treffen um 14 Uhr am Innenministerium, Birdcage Walk,
SW1. Und schließlich treffen wir uns alle am Hauptquartier von Shell UK,
The Strand, um 16 Uhr.

London Class War ruft zu einer Mahnwache vor dem Wilkinson-Store in
Stratford, London, auf. Wilkinson stellt viele seiner Waren mit
Zwangsarbeit in Gefängnissen her. Mahnwache 11:30-13:00 Uhr bei Wilko's,
78-102 The Broadway, Stratford.

[...]

Verhaftung der Woche

Wegen Springens in Pfützen!
Ein Zwölfjähriger wurde in Florida verhaftet, weil er "absichtlich ins
Wasser stampfte." Für sein Verbrechen, begangen auf Schulgelände, wurde
er auf dem Rückweg ins Klassenzimmer in Handschellen gelegt, ins
Gefängnis gebracht und der Störung einer Erziehungsinstitution
angeklagt. Der Junge verbrachte zwei Stunden alleine in einer
Arrestzelle der Polizei, bevor er freigelassen wurde.

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GeheimnisvIRAt

Während Tony Bliar die IRA drängt, "glasklare" Verhältnisse als
Vorbedingung für die Wiederaufnahme des Friedensprozesses in Nordirland
zu schaffen, sorgt seine eigene Regierung weiterhin dafür, daß der 10
Millionen Pfund teure "Stevens 3"-Bericht, der darlegt, wie hohe
britische Armeeoffiziere und die Polizei den Paramilitärs der Ulster
Defence Association (UDA) halfen, Morde zu begehen, niemals ans Licht
der Öffentlichkeit gelangt.

Letzten Donnerstag wurde eine 20seitige "Zusammenfassung"
veröffentlicht. Mehr gab's nicht von dem 3000-Seiten-Bericht (dem
Ergebnis von 14 Jahre andauernden Ermittlungen), der sich vor allem auf
den Mord an Menschenrechtsanwalt Patrick Finucane 1989 konzentriert und
darlegt, daß das nur einer von vielen Morden der paramilitärischen
Mörderbanden der UDA war, die auf direkte Anweisung der FRU (Forces
research Unit) der britischen Armee gegen "IRA-Sympathisanten"
vorging.
Mit anderen Worten, genau die Sorte Staatsterrorismus, die Bliar nicht
laut genug kritisieren kann, wenn sie irgenwo anders auf der Welt
stattfindet.

Der Bericht beweist auch schlüssig, daß MI5, Special branch (RUC) und
die Armee gemeinsam sicherstellten, daß gegen niemand jemals ermittelt
oder gar vorgegangen wurde wegen der, wie es Finucanes Sohn Michael
beschreibt, "Politik staatlich ausgewählten Mordes". Es ist bekannt,
daß der Bericht die Namen von mindestens 20 Armee- und Polizeioffizieren
enthält, die, wenn die Beweise jemals öffentlich würden, sicherlich
belangt werden müßten.

Eine dieser prominenten Gestalten aus der Armee ist der ehemalige Kopf
der FRU, Brigadier Gordon Kerr, der sich kürzlich auf den
"Kriegsschauplatz" am Golf verflüchtigt hat. Der Schlüsselzeuge bei
all
diesen Verfahren wäre übrigens der Haupt-Doppelagent Brian Nelson
(Codename 1033) gewesen, der für die FRU die UDA infiltriert hatte.
Passenderweise ist er letzte Woche, nur Tage, ehe der "Stevens
3"-Bericht veröffentlicht werden sollte, "von uns gegangen".
Komischer
Zufall!

Kommissar John Stevens von der Metropolitan Police (der die Ermittlungen
für den Bericht geleitet hatte) hat sich offen darüber beschwert, daß er
von Kollegen aus Polizei und Armee behindert, ausspioniert und belogen
worden ist. Sein erster Bericht ("Stevens 1") fiel 1990 einem
Brandanschlag zum Opfer.

Schon im Februar prognostizierte der nordirische Oberbulle Hugh Orde,
daß der "Stevens 3"-Bericht, der zehn Millionen Pfund Steuergelder
gekostet hat, wegen "Geheimdienstangelegenheiten" nie vollständig
veröffentlicht werden würde. Menschenrechtsgruppen protestieren gegen
diese eklatante Verschleierung, somit wird Gerechtigkeit gefordert und
eine "vollständige, transparente öffentliche Untersuchung". Damit kann
der "glasklare" Tony Bliar doch bestimmt kein Problem haben. Oder?

Alles zum Thema gibt's nachzulesen in den Büchern "The Committee:
Political Assassinations in Northern Ireland" von Sean McPhilemy (das
verboten werden sollte) und "Ten-Thirty-Three" von Nicholas Davies.

Weitere Infos:
www.relativesforjustice.com
www.irlnet.com

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Friedensaktivist niedergeschossen

Der britische Friedensaktivist Thomas Hurndall liegt immer noch im Koma,
seit ein israelischer Scharfschütze ihm vor zwei Wochen in den Kopf
geschossen hat, als er im israelisch besetzten Gaza-Streifen Kinder von
der Schußlinie abschirmte. Thomas ist schon der dritte schwer verletzte
oder getötete Aktivist der internationalen Solidaritätsbewegung ISM
diesen Monat in der Region. Das israelische Militär hat bisher jeden
Kommentar verweigert.

Es scheint jetzt, daß das israelische Militär besonders auf
internationale Friedensaktivisten zielt, aber die Freiwilligen setzen
ihre Arbeit in der Region weiter fort.

ISM London: (00 44-) 07817 554 814 www.palsolidarity.org

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Schweinische Geschäfte

Nach einer 30monatigen Auseinandersetzung hat die Tierrechtsgruppe
Uncaged die Aufhebung eines Gerichtsurteils erreicht und damit das Recht
erhalten, über 1000 Seiten durchgesickerte Details über Tierversuche zu
veröffentlichen.

Die durchgesickerten Dokumente beziehen sich auf Xeno-Transplantationen,
der Verwendung verpflanzter Tierorgane in Menschen. Die beteiligte Firma
Imutran, jetzt ein Teil von Novartis, hatte 1995 behauptet, sie stehe
vor einem Durchbruch zu erfolgreichen Xenotransplantationen. Aber die
Dokumente, die die Arbeit bei Huntingdon Life Sciences behandeln,
enthüllen ein anderes Bild - Schweineherzen wurden in Paviane
verpflanzt, die alle Zeichen einer Abstoßung zeigten. Die Paviane
bekamen Krämpfe, Erbrechen, Durchfall, Zähneknirschen und
unkontrollierbare Augenbewegungen.

Die Forschung war schlampig, betrügerisch und grausam - alles mit
Unterstützung von Inspektoren des Innenministeriums, deren Aufgabe es
war, die Experimente zu überwachen. Mindestens 520 Fehler und
Unterlassungen geschahen bei der Forschungsarbeit, und Imutran machte
eine Menge falscher Behauptungen - um mehr Genehmigungen vom
Innenministerium zu bekommen. Das Innenministerium versäumte es dann,
Gesetzesbrüche zu verfolgen, verschickte stattdessen "Ermahnungen"
und
arbeitet mit Imutran zusammen, um den Grad des verursachten Leidens
herunterzuspielen.

Die Berichte gibt's unter www.xenodiaries.org

* Die Kampagne zur Schließung von Huntingdon Death Sciences geht weiter:
(00 44-) 0845 458 0630, www.shac.net

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Offensive an der Heimatfront

Nachdem wir jetzt ihr Land "befreit" haben, hat die britische
Regierung
jetzt mit Planungen begonnen, irakische AsylbewerberInnen mit einem
Angebot von 3000 Pfund zu bestechen, damit sie in ihr einst schönes,
jetzt kaum noch funktionierendes Land zurückgehen. Ein ähnliches
Verfahren, das in Kraft gesetzt worden war, nachdem sie Afghanistan
plattgemacht hatten, wurde (wen wundert's) nicht gerade eifrig in
Anspruch genommen, deswegen mußte das Innenministerium jetzt auf
gewaltsame Zurückschiebungen von Afghanis zurückgreifen, auch wenn
Hilfsorganisationen die Situation in Afghanistan als keineswegs sicher
bezeichnen. Das Innenministerium hofft, dadurch, daß es Irak und
Afghanistan für sicher erklärt, genügend Leute rausschmeißen zu können
und ihre Chancen zu verbessern, das Ziel, die Zahl der AsylbewerberInnen
zu halbieren, bis September zu erreichen.

* Am Mittwoch begann am Harrow Crown Court der Prozeß gegen elf
Asylbewerber, die angeklagt sind, an dem Feuer beteiligt gewesen zu
sein, das im Februar letzten Jahres einen Teil des Yarlswood (siehe
SchNEWS 348). Den elf wird Brandstiftung und gewalttätige Unordnung
vorgeworfen, der Prozeß wird wahrscheinlich total einseitig, weil viele
Zeugen der Ereignisse seither abgeschoben wurden. Es wird erwartet, daß
der Prozeß acht bis zwölf Wochen dauert. Die Kampagne für Gerechtigkeit
im Yarlswood-Prozeß suchen dringend Freiwillige, die täglich das
Gerichtsverfahren beobachten. (00 44-) 07786 517379
observer_yarlswoodtrial@yahoo.co.uk

* Über Ostern wurde gegen das Flüchtlingsinternierungslager Baxter in
der südaustralischen Wüste gezeltet. Das Protestcamp wurde gezwungen,
3km weit wegzuziehen, nachdem die Polizei mit Pferden über die Zelte
ritt. Auf dem neuen Zeltplatz verhaftete die Polizei eine Person dafür,
einen Drachen steigen zu lassen! - Das war unter den Taliban verboten,
die offensichtlich, nachdem sie die Kontrolle über Afghanistan verloren
haben, jetzt die australische Polizei kommandieren. Bewaffnete
Polizeikräfte stürmten außerdem das Camp, weil sie ein Kamerastativ für
eine Kanone hielten!

Die InsassInnen des Lagers wurden das ganze Wochenende über in ihren
Zellen eingeschlossen.
http://adelaide.indymedia.org
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SchNEWS von innen

Die zwei dänischen Aktivisten, die ihren Premierminister mit Farbe
beworfen hatten, um gegen die Beteiligung ihres Landes am Irakkrieg zu
protestieren, müssen bis zum Prozeß in Untersuchungshaft bleiben.
Unterstützungsbotschaften können ihnen - Lars und Runes - unter
antikrig@ulydighed.dk gesandt werden.

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Kurz-SchNEWS

** Die Anarcho-Punkband Conflict wird am Montag (28.) eine
Anti-Globalisierungs-Hymne mit dem Titel 'Carlo Giuliani'
veröffentlichen, einen Aufruf im Gedenken an den Demonstranten, der von
der italienischen Polizei am G8-Gipfel in Genua getötet wurde. Gibt's im
örtlichen DIY-Plattenladen oder bei www.sisterray.co.uk

[...]

** Die alljährliche Cannabis-Demo mit Festival im Brockwell Park,
London. Samstag, 3. Mai, karnevalmäßige Demo vom Kennington Park,
Treffpunkt mittags. Das Festival startet um 13 Uhr, 3 Pfund
Unkostenbeitrag [britische £, oder was denkt Ihr?!? Üs.] Info: (00 44-)
07931 243 855
www.ccguide.org.uk/cannabisfestival.html

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Kriegs-Kurznachrichten

** Das Friedenscamp bei Welford in Berkshire wurde wieder aufgebaut.
Bomben aus Welford werden regelmäßig ins nahegelegene Fairford
transportiert und dort in B52-Bomber geladen, die immer noch Einsätze
über dem Irak fliegen. Die Camper haben angekündigt, zu bleiben, bis die
B52 Britannien verlassen. Mehr Leute sind immer willkommen! Info: (00
44-) 07736 964653/ 07984 290842.

** In der Vorbereitung auf den 1. Mai organisiert das Campaign Against
the Arms Trade
Direct Action Network eine Protestserie in London, um die Konzerne zu
stoppen, die vom Krieg gegen den Terror profitieren, z. B. einen Besuch
bei BAE Systems AGM am Mittwoch, 30. Treffpunkt 9:30 am QEII Conference
Centre, Tothill St, London. Infos zu anderen Aktionen: (00 44-) 020 7281
0297 action@caat.demon.co.uk

[...]

** Der Produzent einer kleinen US-Fernsehserie namens "Hitler: The Rise
of Evil" wurde entlassen, weil er die Situation in Deutschland zur Zeit
von Hitlers Aufstieg mit der gegenwärtigen Situation in den USA
verglichen hat. In einem Interview sagte er: "Ich kann mir keine bessere
Zeit als jetzt vorstellen, um die se Geschichte zu untersuchen."

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... auch das noch...
Wie wir alle wissen, hat der anti-französische Wahnsinn in den US von A
einige Amerikaner dazu bewogen, Pommes, die auf Englisch "French
Fries"
(französische Fritten) heißen, in "Freedom Fries" (Freiheitsfritten)
umzubenennen, aber jetzt gibt's eine amerikanische Online-Petition, die
zum Ziel hat, "Liberty zurückzuschicken". Nein, nicht schon wieder
DIESE
Art von Freiheit - sie meinen die Freiheitsstatue! Die Verfasser der
Petition erklären, sie wollen, daß das New Yorker Wahrzeichen, das ein
Geschenk Frankreichs war, nach Frankreich zurückgeschickt wird. Und
womit wollen sie "Lady Liberty" ersetzen? Natürlich mit einer
gigantischen Statue von Ronald Reagan, "dem großartigsten Präsidenten,
den die Welt je sah".

Die Website empfiehlt "Patrioten" auch, sämtlichen französischen Wein
und Käse wegzuschmeißen, den sie noch gelagert haben. Das ist nur eine
von vielen "Selbsthilfemethoden zur Defranzösisierung". [..., mal
wieder
so ein Wortspiel, daß ich nicht kapier! Üs.] Schaut's Euch selber an:
www.sendbackliberty.us

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Disclaimer

SchNEWS warnt alle Waffeninspekteure, nicht in Faslane nach
Massenvernichtungswaffen zu suchen. Ehrlich!

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SchNEWS, PO Box 2600, Brighton, BN2 0EF, England
Phone/Fax: +44 (0)1273 685913
email: schnews@brighton.co.uk

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