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(de) Marcos Brief zum Erscheinen der neuen Zeitschrift Rebeldía

From dana.aldea@t-online.de (Dana)
Date Fri, 22 Nov 2002 07:10:02 -0500 (EST)


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      A - I N F O S  N E W S  S E R V I C E
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Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung

Mexiko
September 2002

Für den Architekten Fernando Yáñez Muñoz
von Subcomandante Insurgente Marcos.


Großer Bruder:

Wir übermitteln Dir die üblichen Grüße, so üblich wie die Kälte, die die
Berge des mexikanischen Südostens bald einkleiden wird.
Wie Du Dich erinnerst, sind es heute 18 Jahre seitdem ich in die Berge des
mexikanischen Südostens gekommen bin, das heißt, ich habe jetzt die
Volljährigkeit erreicht. Dies liefert ein ausgezeichneter Vorwand um Dir zu
schreiben, Dich zu grüßen, und Dir ganz nebenbei zu gratulieren, denn ich
habe erfahren, dass Du mit Auszeichnung graduiert hast, wie es Zapatisten
üblich tun.

Ich habe den Brief erhalten, in dem Du mir von dem Projekt von Professor
Sergio Rodríguez Lazcano, der Lehrerin Adriana López Monjardín und Javier
Elorriaga erzählt hast, eine Zeitschrift herauszugeben, die, wie ich
verstanden habe, Rebeldía heißen soll.
Diesbezüglich möchte ich Dir sagen, dass wir diese intellektuelle
Anstrengung nur begrüßen können, und wie gut es ist, dass die Menschen, die
sich an diese Aufgabe machen wollen Zapatisten sind.
Wenn die besagte Zeitschrift Rebeldía nicht dem üblichen Pfad der linken
Publikationen folgt, könnte es sogar sein, dass mehr als nur ein Exemplar
davon gedruckt werden wird, und dass sie eines Tages öffentlich lancieren
werden, damit die ganze Welt (dass heißt, die Herausgeber und ihre Freunden
und Verwandten) von ihr erfährt.

Ich bin noch nie bei der Präsentation einer Zeitschrift dabei gewesen, aber
ich stelle mir vor, dass es da ein Tisch gibt, an dem die Leute sitzen, die
die Zeitschrift vorstellen, und sich gegenseitig ansehen und sich errötend
fragen, wieso sich an dem Tisch mehr Leute als im Publikum befinden.

Aber das natürlich in der Annahme, dass das Projekt nicht zu den Akten
gelegt wird.

Und da wir gerade von Annahmen sprechen, mir ist die befremdliche Idee
gekommen, dass du bei der unwahrscheinlichen Präsentation von Rebeldía ja
dabei sein könntest, und somit Deine Stimme unsere Stimme repräsentieren
würde.

Schließlich wird es ein Magazin sein, der von Zapatisten herausgegeben wird,
und wir sollten in irgendeiner Form anwesend sein.

Da wir uns gerade in einer Schweigeperiode befinden, und das Schweigen nicht
gebrochen sondern gepflegt werden sollte, werden wir nicht teilnehmen können
(ich setze hier natürlich voraus, dass die Herausgeber des Magazins die
Höflichkeit hätten uns einzuladen, obwohl ich bezweifle, dass sie es tun
würden, nicht aus Mangel aus Höflichkeit, sondern aus Angst, dass wir über
ihre Publikation reden würden.

Wenn sie uns nicht einladen, bring Du doch das Opfer, und sing dieses Lied
von Aute, wo es heißt, "hier nur im Vorübergehen", verriegle die Tür, und
wenn sie gähnen, bitte um das Wort und rücke mit eine dieser Ansprachen
heraus, die Wunden hinterlassen. Sie werden ganz sicher schlafen, aber
zumindest werden sie Alpträume statt Träume haben.

Da ich bereits weiß, dass Du Dich fragst worüber Du sprechen kannst, da wir
uns im Schweigen befinden, schicke ich Dir einige Gedanken, die für Deine
Präsentation verwendet werden könnten.

Das Problem ist, dass sie in diesem witzigen, verspielten  Stil geschrieben
sind, der jung und alt erfreut, und nicht in dem gestelzten und ernsthaften
Stil der Anthropologen, aber Du kannst sie ja in etwas sehr formelles
einarbeiten.

Hier sind also die Gedanken (denk dran, dass ich sehr darauf geachtet habe,
auf nichts Aktuelles oder das Indigene Gesetz Bezug zu nehmen; was diese
Themen angeht wird das Wort kommen, das kommen wird; achte bitte auch
darauf, das Schweigen nicht zu brechen.


ERSTENS. Die intellektuelle Arbeit der Linken sollte, mehr als alles andere,
kritisch und selbst-kritisch sein.

Da die Selbst-Kritik immer auf die nächste Nummer verschoben wird, wird die
Kritik somit zum einzigen Denkantrieb.

Im Fall der mexikanischen Linken hat die intellektuelle Arbeit nun, unter
anderem, ein zentrales Ziel: die Kritik der Politik und Kultur, und der
Geschichte.


ZWEITENS. Im heutigen Mexiko stecken Politik und Kultur voller Mythen.

Ergo, die Kritik der Linken sollte diese Mythen bekämpfen. Und es existieren
viele Mythen in der Kultur.

Aber es gibt Mythen und Mythen.

Da gibt es zum Beispiel, den kulturellen Mythos der behauptet: "Enrique
Krauze ist ein Intellektueller", während wir alle wissen, dass es nichts als
ein mittelmäßiger Geschäftsmann ist.

Oder den anderen, der besagt: "María Felix war eine Diva," während sie in
Wahrheit nur berufstätig sie selbst war.

Es gibt den Mythos "Viana verkauft billiger", während man von jedem
Straßenhändler bessere Preise und Qualität bekommen kann.


Auch in der Politik gibt es Mythen:

Da gibt es den Mythos, "die Nationale Aktionspartei (PAN) ist eine rechte
Partei."

Eigentlich, ist sie auch keine Partei der Mitte oder der Linken.

Die PAN ist in Wahrheit nichts anderes als eine Vermittlungsagentur für
Managerpositionen.

Es gibt da auch diesen anderen Mythos "die Demokratische Revolutionäre
Partei (PRD) ist eine linke Alternative."

Andererseits ist sie auch keine Alternativer der Mitte oder der Rechten. Die
PRD ist einfach überhaupt keine Alternative.

Oder es gibt den Mythos:  "Die Institutionelle Revolutionäre Partei (PRI)
ist eine politische Partei". Die PRI ist in Wahrheit eine Höhle mit 40
Räuber, die vergeblich auf ihren Ali Baba warten.  Oder dieser andere
Mythos, der bei der stagnierten Linken so beliebt ist und behauptet:  "Die
Globalisierung zu bekämpfen, ist wie sich gegen das Gesetz der Schwerkraft
aufzulehnen."

Dennoch gibt es auf der ganzen Welt die Marginalisierten aller Farben, die
sich gegen beide auflehnen, und weder die Gesetze der Physik noch der
Internationale Währungsfond kann sie daran hindern.

Und dann gibt es da noch den Mythos, für den die Bundesregierung und die
staatliche Regierung von Chiapas bezahlen, und zwar teuer, der besagt: "Die
Zapatisten sind am Ende," wenn das einzige womit die Zapatisten am Ende
sind, ihre Geduld ist.

Ich bin sicher es gibt noch andere Mythen die ich übergangen habe, aber ich
erwähne nur ein paar.

Und ich bin sicher, dass das Magazin Rebeldía sie viel radikaler enthüllen
wird.

Und ich tue es nicht nur auf diese Weise, weil die Zapatisten dafür berühmt
sind "gemäßigt" und "reformistisch" zu sein.

So haben uns nämlich die angeblichen "Ultras" der CGH bezeichnet, die heute
unzweifelhaft die PRD Tür säumen, die ihren Herzen und Geldbeutel am
nächsten steht, und auf eine Chance warten bei den nächsten Wahlen zu
kandidieren.


DRITTENS.  Der Rebell ist, wenn Du das Bild entschuldigst, ein menschliches
Wesen, das sich gegen die Wände des Irrgartens der Geschichte wirft.  Und um
das nicht falsch zu verstehen, er tut dies nicht um den Ausgang zu finden.

Nein, der Rebell wirft sich gegen die Wände, weil er weiß, dass der
Irrgarten eine Falle ist, weil er weiß, dass es keinen anderen Weg gibt die
Wände niederzureißen.

Wenn der Rebell seinen Kopf als Keule benutzt, dann nicht, weil es ein
harter Schädel ist (was aber stimmt, sei versichert), sondern weil das
Niederreißen der Fallen der Geschichte mitsamt ihrer Mythen, eine Aufgabe
ist, die mit dem Kopf bewerkstelligt wird, es ist intellektuelle Arbeit.

Und so leidet der Rebell infolgedessen an Kopfschmerzen, die so stark und
anhaltend sind, dass sie ihn selbst die schwerste Migräne vergessen lassen.


VIERTENS.  Unter den Fallen der Geschichte gibt es die eine die besagt
"früher war alles besser."

Wenn die Rechte das sagt, bekennt sie sich zu ihrer reaktionären Natur. Wenn
es die parlamentarische Linke tut, demonstriert sie die Kapitulation ihrer
Gegenwart.

Wenn es aber die Mitte sagt, dann hat jemand Wahnvorstellungen, weil es
keine Mitte gibt. Wenn die institutionelle Linke sich selbst im Spiegel der
Macht ansieht und sagt: "Ich bin eine verantwortungsbewusste und erwachsene
Linke," sagt sie in Wahrheit "Ich bin eine Linke, die für die Rechte
angenehm ist."

Wenn die Rechte sich selbst im Spiegel der Macht ansieht und sagt "Was für
schöne Kleider ich anhabe!", vergisst sie, dass sie nackt ist.

Wenn die Mitte sich selbst im Spiegel der Macht ansieht, sieht sie gar
nichts.


FÜNFTENS.  Weder die Arten des Kampfes noch die Zeiten sind für den
exklusiven Gebrauch eines bestimmten sozialen Sektors. Weder Autonomie noch
Widerstand sind Formen der Organisation und des Kampfes, die nur die
indigenen Völker betreffen.

Und lass mich Dir eins hier sagen:  Es wird gesagt, die EZLN sei ein
Beispiel für den Aufbau von Autonomie und Widerstand.

Und ja. Zum Beispiel ist jeder zapatistische Aufständische eine Art
Autonomer Bezirk, oder er tut was er will.

Und was für einen bessern Widerstand gibt es, als sich zu weigern Befehle
auszuführen.  Und das ist ein Laster, aber auch eine Tugend.

Da haben wir zum Beispiel den Feind, der unsere Kommunikationen abfängt und
herausfindet, dass die Kommandatur ein Treffen am G-Punkt einberuft (Du
merkst, dass meine Doppeldeutigkeiten nun ins Erhabene gleiten)

Der Feind tut seine Arbeit und legt ein Hinterhalt... aber niemand
erscheint.

Was ist passiert? War es sexuelle Inkompetenz? Hat die zapatistische
Gegenspionage perfekt funktionert?

Nein, bei einer gründlichen Untersuchung würde sich herausstellen, dass
Pánfilo nicht erschienen ist, weil er dachte es wäre besser sich auf der
anderen Seite zu treffen. Clotilde dachte, ja, aber an einem anderen Tag.
Und Eufrosino dachte gar nichts, weil er ein Handbuch für sexuelle Erziehung
studierte um herauszufinden wo der G-Punkt ist (Deine Compañera wartet
übrigens immer noch darauf, dass Du es herausfindest).

Sind das nicht großartige Beispiele für zapatistische Autonomie und
Widerstand, die als Waffen gegen den Feind benutzt werden?

Und da wir gerade vom G-Punkt sprechen, erlaube mir abzuschweifen, da dieser
Brief nicht veröffentlicht wird.

Das neue Album von Joaquin Sabina wird, zusätzlich zu dem Song, der nicht
vom Sup geschrieben wurde, ein anderes Stück haben, das "69 punto G" heißt.

Man hat mir gesagt, dass die Platte wie warme Semmel weggehen wird (wobei
das 69 und der G-Punkt das Heiße sind), und dass das nicht daran liegen
wird, weil es ein Song ist der vom Sup geschrieben wurde, sondern eher - das
nur unter uns - dem zum Trotz.

Jetzt fällt mir ein anderer Mythos ein, der sagt "Sabina und der Sup sind
verliebt," und zwar in Panchito Varona.

Aber gut, was ich Dir über Sabina sagen will, ist dass ich vor kurzem in ein
Dorf war und eine blaue Nelke für die Prinzessin pflückte, als eine
Compañera von den Unterstützungsbasis kam um mir ihren Sohn zu zeigen.

"Er heißt Sabino," sagte sie mir.

Ich machte ein Gesicht wie, "Sabino?", aber ich sagte nichts.

Die Compañera verstand meine Geste und erklärte:  "Ja, Sabino, wie die
Sabina für die Sie Lieder schreiben. Aber da er ein Junge ist, heißt er
Sabino und nicht Sabina."

Was?

Über meine Lieder für Sabina.

Wenn sie das herauskriegen werden sie uns nicht mal ein Prozent der
Tantiemen abgeben.

Wo war ich?

Ach ja! Bei Mythen in Politik und Kultur und den anhaltenden Kopfschmerzen
der Rebellen in ihrem Eifer die Fallen der Geschichte einzureißen.


SECHSTENS.  Der fundamentale Mythos, weshalb die Macht das ist was sie ist,
liegt in der Geschichte.

Nicht Geschichte als solche, sondern in der Geschichte, die man für seine
Bequemlichkeit erfindet.

In dieser Geschichte, der Geschichte der Macht, besteht der Kampf der
Unteren zum Beispiel nur aus Niederlagen, Verrate und Kapitulationen.

Du weißt selbst sehr gut, dass wir voller Narben sind, die sich nicht
schließen wollen. Einige davon, der kleinste Teil, rühren von Herzlosigkeit
her.

Der größte Teil davon, sind die Narben unserer Geschichte, der unteren
Geschichte, und in unserem Fall, die unterste Geschichte, der Untergrund,
das Geheime.

Es ist nicht so, dass es dort keine Niederlagen und Verrate gegeben hätte,
aber es gab nicht nur das.

Der Fluss der sie trägt, hat mehr Mut und Großzügigkeit in sich als
Gemeinheit und Egoismus.

Und da wir gerade von Geschichte sprechen, fällt mir gerade ein, wie ich
Dich zum ersten Mal getroffen habe, vor 22 Jahren, Dich und Lucha, in dem
Haus, das wir La Mina (die Mine) nannten.

Und La Mina hieß es nicht weil es irgendwelche Schätze enthielt, sondern
weil es dunkel und feucht wie eine Höhle war.

Damals war Lucha fest entschlossen mich zum Essen zu bringen, und Du warst
entschlossen mir so viele Dinge beizubringen, die, wie Du sagtest, eines
Tages nützlich sein würden.

Ich glaube ich war weder ein guter Gast, noch ein guter Student, aber ich
kann mich noch gut an die kleine Che-Figur erinnern, die Du mir zum
Geburtstag geschenkt hat, und auf der Du, in Deiner eigenen Handschrift, die
Worte von Jose Martí geschrieben hast, die ungefähr lauten:  "Der wahre Mann
sieht nicht darauf welche Seite besser lebt, sondern darauf wo die Pflicht
liegt."

Pflicht, Bruder, der Tyrann der uns regiert.

Im Verlauf unserer Geschichte hatte ich das große Glück Männer und Frauen
kennenzulernen, für die Pflicht ihr ganzes Leben, und in vielen Fällen, ihr
ganzer Tod ist.

Und das führt mich zu Überlegung Nummer...

SIEBEN.  Vor der Wahl zwischen Pflicht und alles andere gestellt, wählt der
Rebell immer die Pflicht. Und so läuft das.

Ich glaube, großer Bruder, dass Du Deine Zuhörer bei der Präsentation des
Magazins auch mit diesem Satz erfreuen solltest, aber mach ihn zeitgemäß.
Und ich würde etwas sagen wie...

"Der Mann, die Frau, der Homosexuelle, die Lesbierin, das Kind, der
Jugendliche, die alte Person, das heißt, der wahre Mensch, sieht nicht
darauf welche Seite besser lebt, sondern darauf wo die Pflicht liegt."

Diese Worte fassen besser als alles andere zusammen, was die Berufung des
Rebellen ist, und sie übersteigen alles, was ich Dir oder sonst wem zu dem
Thema sagen könnte.

Gut Bruder, nun werde ich mich verabschieden. All die Compañeros und
Compañeras übermitteln Dir Grüße.  Sie hoffen so wie ich, dass Du körperlich
gut beieinander bist, denn wir wissen bereits, dass Du moralisch stark und
fest wie immer bist.

Vale.  Salud und, wenn sie Dich bedrängen, sag ihnen, dass Rebellion nur ein
Kopfschmerz ist, der es nicht wert ist kuriert zu werden... jemals.


Aus den Bergen des mexikanischen Südostens


Subcomandante Insurgente Marcos.
Mexico.
Es ist September 2002 und der Regen konnte der Haut der Sonne noch nichts
anhaben.


PS:  Es ist damit zu rechnen, dass sich der eine oder andere Mitglied der
Zapatiatischen Front der Nationalen Befreiung im Publikum befinden werden.

Übermittle ihnen unsere Grüße.

Wir wissen bereits, dass sie hart arbeiten, um sich selbst ein neues Gesicht
und ein neues Profil zu geben.

Und wie gut, dass das Profil der Frente nicht länger das eines Studenten
sein wird, sondern das Gesicht und den Pfad von Personen haben wird wie Don
Manuel, sonnengebräunter ehemaliger Eisenbahnarbeiter;  wie Mirios, von dem
bescheidenen Heldentum; wie Colonel-Gisella, was das eine und das andere
ist, und nicht das gleiche, aber gleichwertig;  wie die jungen Studenten die
den CGH gebildet haben;  wie die Studenten von der UAM, von der Poli, von
der UPN, von der ENAH;  wie die von anderen höheren Ausbildungszentren, wie
die aus Veracruz, die das Wunder von Orizaba bei der letztjährigen Marcha
erreicht haben;  wie die aus Oaxaca, aus Tlaxcala, aus Nuevo León, aus
Morelos, aus Mexico Staat, aus Jalisco, aus Querétaro, aus Michoacán, aus
Yucatan, aus Quintana Roo, aus Guanajuato, aus Zacatecas, aus Durango, aus
Chihuahua, aus Coahuila, aus beiden Baja Californias, aus Colima, aus
Sonora, aus Sinaloa, aus Tamaulipas, aus Guerrero, aus San Luis Potosí, und
aus DF.

Und wie alle Basismitglieder der Frente, die ihrer Anzahl und Arbeit nach zu
urteilen so was wie ein Oktopus sein müssen, und darüberhinaus das Aufgeben
nicht kennen.


EIN WEITERES PS. Und jetzt fällt mir ein anderer Mythos ein, der besagt "die
EZLN mag die Frentistas nicht,"  wo es doch eindeutig ist, dass es die
Frentistas sind, die wir nicht mögen. Nein, das stimmt nicht.

Eigentlich haben wir sie alle gern, denn auch sie üben auf ihre eigene Weise
Autonomie und Widerstand aus ... vor uns.

Denn es gibt organisierte Rebellionen, wie sie in der FZLN heranwachsen
sollten, und disorganisierte Rebellionen, wie die, die wir in der EZLN
erleben, und so geht es weiter.


PS.  Das letzte, und dann gehen wir.  Eine Bitte:  wenn Du bei der
Präsentation des Magazins etwas von mir liest, huste bitte von Zeit zur
Zeit.  Das um die Verbreitung eines anderen Mythos zu unterstützen, der
besagt, das ich sehr, sehr krank bin.

Ich hoffe sie senden mir Walnüsse.


PS.  Ja, das ist nun wirklich das letzte. (Merke: dieses Postskriptum
annuliert das vorhergehende Postskriptum).

Man sieht jetzt, dass wir ziemlich viel reden, dafür dass wir Schweigen
bewahren.

Das liegt wahrscheinlich daran, weil wir Zapatisten sind. Weil in Mexiko,
"REBELDIA" mit einem "Z" geschrieben wird, für "nuez" (Walnuss) und für
"Zapatista."


Vale von der Walnuss aus Indien.

Der sehr, sehr kranke (Ha!) Sup, der davon träumt, dass Schatten-Licht
endlich schreiten wird, und dass der Horizont bereits zu sehen ist.


* * *

(übs. von Dana)

* Anmerkung: Der Brief mag oder mag nicht in September geschrieben worden
sein, aber die FZLN hat das Erscheinen der neuen Zeitschrift Rebeldía erst
letzte Woche angekündigt.





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