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{Info on A-Infos}
(de) 90 Jahre Anarcho-Syndikalismus in Italien
From
worker-a-infos-de@ainfos.ca
Date
Sun, 1 Dec 2002 14:29:22 -0500 (EST)
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A - I N F O S N E W S S E R V I C E
http://www.ainfos.ca/
http://ainfos.ca/index24.html
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90 Jahre Anarcho-Syndikalismus in Italien
Anlaesslich des 90. Jahrestages der Gruedung der "Unione Sindacale Italiana"
(Syndikalistische Union Italiens - USI) luden die USI Milano und das Centro
Studi Libertari / Archivo Pinelli gemeinsam zu einer zweitaegigen Veranstaltung
am vergangenem Wochenende ein. Am Samstag folgten ca. 70 Leute dieser Einladung
und fanden sich bereits um 10h in den Raeumen der USI ein. Nach einer kurzen
Begruessungsrede, referierte Maurizio Antonioli, Professor an der Universitaet
in Milano, ueber die Geschichte der USI von der Gruendung bis zum Ende der
Mussolini-Diktatur. Danach kam es zu einerm runden Tisch, an dem neben dem
Prof. noch der USI-Kenner und Mitarbeiter diverser A-Zeitschriften Mauro
De Agostinio und der Mitherausgeber der "Rivista storica dell anarchismo" -
Zeitschrift zur Geschichte des Anarchismus) Franco Schirone teilnahmen zu
dem Themenkomplex "Organisationsprobleme, politisch-syndikalistische Strategien, Antimilitarismus...".
Die Beitraege blieben alle auf einer historischen Ebene haengen. Gestaerkt
ging es dann nach der Mittagspause weiter mit einem Ausblick ueber
gegenwaertigen Antimilitarismus. Gianfranco Careri, Nationalsekretaer der
USI, sprach ueber Moeglichkeiten der Wiederaufnahme des Kampfes der USI
gegen den bevorstehenden Krieg und bekraeftigte noch einmal den Aufruf
zum Generalstreik im Falle eines Angriffes auf den Irak.
Ebenfalls auf die gegenwaertige Situation ging der folgende Runde Tisch zum
Thema "Aktualitaet des libertaeren Synikalismus" ein. Neben Vertretern der
USI sprachen in diesem Rahmen auch zwei Gewerkschaftler der befreundeten
Basisgewerkschaft COBAS. Mit der Auffuehrung des Theaterstueckes "Natasa"
klang der Abend schliesslich aus.
Am Sonntagnachmittag drehte sich das Arbeitsprogramm um die aktuelle
Raumsituation der USI Milano. Das Gebaeude in der Viale Bligny 22, wo
die USI seit 1980 sitzt, ist eine Art Soziales Zentrum. Neben der USI
sitzen hier auch noch diverse MigranntInnen- und alternativ-experimentelle
Theatergruppen. Der Status der einzelnen Etagen in diesem Haus ist
unterschiedlich - einige sind legal gemietet, andere geduldet und
wiederum andere besetzt. Momentan wird von der Stadt das Haus als
Spekulationsobjekt benutzt und die Universitaet Bocconi hat bereits
Interesse an dem Gebaeudekomplex angemeldet. Ueber die aktuellen
Spekulationsueberlegungen referierte ein Architekt. Abends klang
der Geburtstag der USI mit Theaterperformances und experimentellem Tanz aus.
M@urice - Corriere de la A
P.S.: Kritisch anzumerken ist an dieser Stelle noch, dass es sich bei den
Referenten ausschliesslich um Maenner handelte.
Quelle: http://www.linkeseite.de
Anarchosyndikalismus:
http://www.iwa-ait.org
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