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(de) Wien: Widerstand! 4.3.2000

From Nico MYOWNA <I-AFD_2@anarch.free.de>
Date Wed, 8 Mar 2000 05:15:56 -0500


 ________________________________________________
      A - I N F O S  N E W S  S E R V I C E
            http://www.ainfos.ca/
 ________________________________________________

> Widerstand! - 04.03.00.
> Für den Inhalt verantwortlich: Ihr.
> Bitte Eure Beiträge mit Eurer e-mail-Adresse abzuschließen.
> Zusammenstellung dieser Ausgabe: Hikmet Kayahan, top.one@chello.at,
> www.topone.at .
>
> #################################
>
> Inhalt
>
> # Verteileroffenlegung
> # Redaktionsadresse
> # Homepage-Adresse www.no-racism.net
> # Termine A: Täglich
> # Termine B: Chronologisch
> # Aufruf an alle FILMSCHAFFENDEN
> # Neue Regierung und NPOs (Umfrage)
> # Standard-Inserat
> # Tatblatt-chronologie-beitrag zu opernball-demo (vorläufige fassung)
> # Presseaussendung der GRAS zu Polizeiübergriffen am 2.3
> # augenzeugenbericht zu Polizeiübergriff am 2.3.
> # "EXTREMISMUS DER MITTE" / Workshop
>
> #################################
>
> Verteileroffenlegung
> Dieses ist der zentrale Verteiler von "ANAR" (Austrian Network Against
> Racism), "Plattform fur eine Welt ohne Rassismus", "Die Bunten -  
Forumfur
> Wurde, Gerechtigkeit und Demokratie", "Integrationskonferenz" und
> "TschuschenPower".
>
> Dieses Info-Mail geht an mir/uns bekannte Personen/Organisationen und a
n
> manche denen bekannte Personen/Organisationen.
>
> Diese Information wird dezentral verteilt. Entsubsckribieren könnt Ihr bei
> jenen, von denen Ihr dieses mail bekommt.
>
> #################################
>
> Redaktionsadresse
> Es gibt jetzt eine einheitliche Adresse für Eure redaktionellen Beiträge:
> Bitte Eure Infos und Beiträge an Widerstand@no-racism.ent schicken. Von
> dieser zentralen Adresse bekommen die zuständigen RedakteurInnen Eure
> Messages und Ihr spart Euch das Nachschauen, wer gerade zuständig ist.
>
> #################################
>
> Homepage-Adresse www.no-racism.net
> Die von der Kampagne "Kein Mensch ist illegal" übernommene homepage
> www.illegalisiert.at, auf der sich die Dokumentation unserer täglichen
> e-mail Aussendung zum widerst@nd befindet, wurde umgetauft. Die neue ad
resse
> lautet: www.no-racism.net. Die adresse www.illegalisiert.at funktionier
t bis
> auf weiteres und verbindet weiter zur neuen
>
> #################################
>
> Termine A: Täglich
>
> WIDERSTANDSLESUNGEN
> ORT: BOTSCHAFT DER BESORGTEN BÜRGERINNEN AM BALLHAUSPLATZ
> ZEIT: 17:00 BIS 19:00
> Kontakt fur AutorInnen, die lesen wollen und Personen, Vereine, Gruppen
,
> die sich an der Organisation beteiligen wollen: el awadalla el@awadalla
.at,
> Tel. 0663/92 13 345
> traude korosa tra@literaturhaus.at, tel. 52 620 44 54
>
> #################################
>
> Termine B: Chronologisch
>
> 04.03, 19 h, Vorstadtzentrum, 15., Meiselstr. 46/4
> Das Lateinamerikanische Volkshaus (casa del pueblo), das Teil des
> Vorstadtzentrums ist, läd zu einem Fest zum Gedenken an die chilenische
> Künstlerin Violeta Parra, die eine der größten Sängerinnen Lateinamerikas
> war, ein. Es treten auf:* Folkloregruppe Mallarauco, * Vereinigung
> Lateinamerikanischer Schriftsteller, * Juan Neira, * Magaly Suau, * Pat
ricio
> Diaz, * Volkspoisie, * Julio Valenzuela und seine Freunde, * Pedro Hern
andez
>
> Bewegung für Soziale Befreiung (BSB), 15., Meiselstraße 46/4, bsb@magnet.at
>
> ##
>
>
> 4.3., um 14h, 15h, 16h und 17h, jeweils 20 Minuten.
> auf dem Heldenplatz, Nähe Hofburg-Eingang. Sitzmeditation. Motto: "Wieder
> Anstand in die Politik!" Mitmachen kann jede(r), der/die Sitzen und
> Schweigen kann. Erforderliche Ausrüstung: Decke und Sitzpolster.
> gerhard.d.fischer@siemens.at
>
> ##
>
> 4.3.2000, 14.oo Uhr
> Demokratie Lernen - ein Workshop v. Wolfgang Drasch. RadioCafe,
> Argentinierstr.30a, 1040 Wien. Veranstalter: Brucken fur den Frieden
>
> ##
>
> 05.03., ab 11h, v.e.k.k.s., zentagasse 26, 1050 wien
> fressestunde, das sozialutopische frühstück
> Julia Klaring, jlklrng@yline.com
>
> ##
>
> NEU! Mo, 6.3.: Blauschwarz ekelt SandlerInnen
> AUGUSTIN-Autoren in der Botschaft der besorgten BürgerInnen. Die
> Widerstandslesung in der Botschaft der besorgten BürgerInnen am
> Ballhauspaltz steht am Montag, 6. März, im Zeichen des AUGUSTIN, der Wiener
> Obdachlosenzeitschrift. Franz Blaha schüttelt; Strawinsky, Hömal, Pichler
> Walter und Blitzstein lesen Poesie der Straße. Strawinsky stellt seine
> Initiative vor: eine Sandler-Unterschriftenaktion. Kleine Leute ekeln s
ich
> vor der "Partei des kleinen Mannes", Von 17 bis 19 Uhr.
>
> Gepostet von: a9503809@unet.univie.ac.at
>
> ##
>
> 07.03, 19.00h: Arbeitsgespraech - Dritter Termin
> Strategien unter den neuen politischen Verhaeltnissen
>  GALERIE station3, Berufsverband bildender Künstler Österreichs
> Mariahilferstraße 82/1/3, 1070 Wien,Tel.: 526 55 01.
>
> ##
>
> 9.3.2000, 19h
> Dachgeschoß des Juridicum. Präsentation der 0-Nummer des Ñneuenì Juridikum.
> Maria.Windha, ger@blackbox.net
>
> ##
>
> 11.03., 14.00h: Aufruf zum Volkstanz!
> Wir trommeln zum Widerstand und... widmen der Regierung einen Trauermar
sch!
> http://www.volkstanz.net/
>
> ##
>
> 13.03., 18h, GPA, 1., Deutschmeisterplatz 2/1.
> Podiumsdiskussion "Neue Regierung - Folgen für die Sozialarbeit" statt, die
> vom Berufsverband veranstaltet wird.  Diskutanten sind: Georg Dimitz, R
amis
> Dogan, Judith Haberhauer-Stidl, Manfred Schindler, Renate Schön & Fritz
> Zeilinger; Moderation
> macht Astrid Zimmermann (Standard). anthara@aon.at
>
> ##
>
> 13.04, Antirassismusclubbing in den Sophiensaelen
> dj_bell@gmx.at
>
> ##
>
> 14. 03, Militarisierung der EU, Univ.-Prof. Dr. Thomas
> Schoenfeld, Friedensinitiative Donaustadt
>
> ##
>
> NEU! 14.3., 19:30h: A duck is a duck is a duck
> "If you sound like a duck, if you look like a duck and if you walk like
 a
> duck, be sure, you are a duck" (Eric Pleskow im Oktober 1999 zur
> Charakterisierung Haiders). Ist Haider ein Faschist, seine Bewegung ein
e
> faschistische Bewegung, wie uns der österreichische Schriftsteller Erwin
> Riess in seinem Essay in der aktuellen Ausgabe des KONKRET ("Die Welt a
ls
> Wille und Vorstellung - Österreich unter Jörg Haider") nahelegt? Stimmt es
> (nach Riess), dass Haider "mit üblichen demokratischen Mitteln nicht mehr
> von der Macht zu entfernen sein wird"? Welche "unüblichen demokratischen
> Mitteln" wären dann zu ergreifen? Und wer ist der Akteur dieser unüblichen
> Aktion? Die
> vielstrapazierte Zivilgesellschaft, deren "Aufstand" in diesen Tagen vi
ele
> wahrnehmen? Welche Rolle kann die Kunst in diesem "Aufstand" spielen? O
der
> ist der "Aufstand der Zivilgesellschaft" eine Imagination? Erwin  
Riessliest
> neue Prosa zur politischen Lage, Martina Cizek begleitet ihn am Saxopho
n.
> Anschließend Diskussion. Am Podium neben dem Schriftsteller auch der
> Philosoph Stefan Nowotny (Get To Attack-Umfeld) und andere.  Aktionsrad
ius
> Augarten, 1200, Gaußplatz 11, Tel. 587 87 89
>
> ##
>
> 15. 03., Sprachlose Gesellschaft - Jugend und Gewalt?,
> Friedensinitiative Penzing - Rudolfsheim-Fünfhaus
>
> ##
>
> 17. 03., 19h: V o r b e r e i t u n g s p l e n u m für
> revolutionäre 1. Mai - DEMO. im Amerlingshaus / Teestube.
>
> ##
>
> 24.3. ab 17 h
> RUTH KLÜGER: "Women's Rights, Civil Rights. Erinnerungen aus AMerika"
> Ruth Klüger berichtet über ihr Engagement in der US-amerikanischen
> Bürgerrechtsbewegung und über die unterschiedlichen Wurzeln der amerik. und
> der europ. Frauenbewegungen.
> Ort: Frauenhetz, 1030 Wien, Hetzg. 42
> Bitte voranmelden in der AUF-Redaktion: 01/533 91 64, auf@t0.or.at
>
> ### Ende Termine ###
>
> Aufruf an alle FILMSCHAFFENDEN und an all jene, die IN DER  
FILMBRANCHETÄTIG
> sind:  Im Zuge einer intensiven Diskussion rund um die Erklärung des
> "Dachverbands der Österreichischen Filmschaffenden" ist von in der
> Filmbranche Tätigen eine neue Protesterklärung verfaßt worden. Wir möchten
> Ihnen diese Protestnote zur Unterschrift zukommen lassen, da wir
> beabsichtigen, beide Aufrufe im DIAGONALE-Katalog abzudrucken.
>
> Die Erklärung des "Dachverbandes der österreichischen Filmschaffenden" (sie
> liegt hier nicht bei) wird im DIAGONALE-Katalog mit den  
Unterschriftender
> Verbände, die diese Erklärung verfaßt haben, erscheinen. Die untenstehende
> Erklärung wird mit den namentlichen Unterschriften von Filmschaffenden
> veröffentlicht.
>
> Egal, was uns die ÖVP-FPÖ-Regierung verspricht, welches Programm sie sich
> vornimmt, welche Arbeit sie leistet:
>
> Wir wollen keine Regierungskoalition mit einer Partei akzeptieren,  
diesich
> über den demokratischen Grundkonsens hinwegsetzt. Die FPÖ forciert Rassismus
> und Fremdenfeindlichkeit und betreibt die Diffamierung von Andersdenken
den.
> Diese Koalition mit der FPÖ ist der Versuch, solchen Vorgangsweisen
> Legitimität zu verschaffen.
>
> Deshalb lehnen wir diese Regierung ab. Wir fordern ihren Rücktritt.
>
> Wenn Sie mit dieser Erklärung einverstanden sind und möchten, daß Ihre
> Unterschrift als Filmschaffende/r im Katalog aufscheint,  
unterzeichnenSie
> die Erklärung bitte bis Donnerstag, den 2. März, 18.00 Uhr (sowohl Telefon/
> Fax / e-mail). WICHTIG: Auch wenn die Frist bereits vorbei ist, macht I
hre
> Unterschrift Sinn - es ist geplant, die Protestnote in anderem Rahmen (
nach
> Redaktionsschluß des Katalogs) mit allen Unterschriften zu veröffentlichen.
>
> DIAGONALE - Festival des österreichischen Films
> Tel. 01-595 45 56, Fax. 01-595 45 56-20, wien@diagonale.at
>
> #################################
>
> From: Internationaler Versoehnungsbund <ivb@vip.at>
> Subject: Neue Regierung und NPOs (Umfrage)
>
> Hallo! Ich schicke euch ein Mail von Robert Francan weiter, weil ich se
ine
> Initaitive zu einer Erhebung der Situation von NPOs und Einschätzungen von
> in NPO Engagierten in der veränderten politischen Situation gut finde und
> sie unterstützen möchte. (Analyse als Grundlage um Handlungsmöglichkeiten zu
> entwickeln) Auch wenn es als Enddatum für die Antwort den 3. März angegeben
> hat, macht es noch Sinn im danach zu antworten. Alles Gute für eure Arbeit!
> Mit herzlichen Friedensgrüßen, Marion Thuswald, (Versöhnungsbund)
>
>
> From: "Robert Francan" <robert.francan@aon.at>
> Chancen und Gefahren des Regierungsprogramms für NPOs in Österreich
>
> 29.2.2000
>
> Sehr geehrte Damen und Herren,
>
> im Auftrag einer Reihe von NPOs, Non Profit Organisationen, darunter
> Mitgliedsorganisationen der IÖGV, Interessensvertretung österreichischer
> gemeinnütziger Vereine, arbeite ich an einer Analyse von Chancen und
> Gefahren des Regierungsprogramms für einzelne NPOs und den NPO-Sektor
> generell. Dazu bitte ich auch Sie um Ihre Mitarbeit.
>
> Im folgenden finden Sie ein paar Fragen, die ich Sie nach Möglichkeit bis
> Ende dieser Woche, also bis Freitag, 3. März 2000, bitte zu beantworten.
> Machen Sie möglichst konkrete Angaben und geben Sie konkrete Beispiele an.
>
> Selbstverständlich sichere ich Ihnen hundertprozentige Vertraulichkeit zu.
> Ebenso sage ich zu, dass Sie über die anonymisierten Ergebnisse informiert
> werden.
>
> Die Ergebnisse sollen die Grundlage für eine breit angelegte, konstruktive
> Lobby- und Kommunikationsstrategie durch NPOs aus allen Bereichen bilde
n.
> Über diese Vorhaben werden Sie im Vorfeld umfassend informiert werden.
>
> Sollten Sie noch Fragen haben:
>
> Robert Francan
> PR Beratung & Lobbying für NPOs
> Telefon 0664 103 08 18
> Fax 01 714 57 59
> e-mail robert.francan@aon.at
>
> Vielen Dank für Ihre Kooperation!
>
> Fragenkatalog
> * Welche Chancen und Gefahren sehen Sie durch das Regierungsprogramm au
f
> Ihre NPO zukommen? Nennen Sie bitte möglichst konkrete Chancen und
> Gefahren.
> * Hat das Regierungsprogramm bereits jetzt Auswirkungen auf Ihre NPO? W
enn
> ja, welche?
> * Welche Chancen und Gefahren sehen Sie durch das Regierungsprogramm au
f den
> NPO-Sektor ganz allgemein zukommen?
> * Was unterscheidet das Regierungsprogramm in bezug auf NPOs von der
> Politik der vorigen Regierung?
> * Erwarten Sie Kürzungen von staatlichen Zuwendungen? In welchen
> Bereichen?
> * Treffen Sie die Kürzungen der Ermessensausgaben? Nennen Sie bitte
> konkrete Beispiele.
> * Wie werden Sie auf diese Probleme reagieren/haben Sie schon reagiert?
> * Was ist Ihre Meinung zum Thema Dialog mit der Bundesregierung?
> * Sind Sie an einer Beteiligung an einer breit angelegten, gemeinsamen,
> konstruktiven Lobby- und Kommunikationsstrategie durch NPOs interessier
t?
> Wenn ja, nehme ich demnächst mit Ihnen persönlichen Kontakt auf. Bitte um
> Ihre Telefonnummer.
> * Ihre weiteren Anmerkungen sind hoch willkommen! Danke für Ihre Mühe.
>
> #################################
>
> Standard-Inserat
> Liebe Freundinnen und Freunde, habt ihr im standard das inserat gesehen
? am
> donnerstag den 2.3. auf seite 9 steht ein inserat von einem gottfried
> pfaffenberger mit dem titel: ein appell zur vernunft unter dem ersten
> punktationspunkt steht:
> haider ist kein zweiter hitler. dann folgt: österreich ist kein naziland,
> österreich ist nicht fremdenfeindlich... und unter punkt10: wer mit der
> regierung nicht zufrieden ist, kann sie spätestens in 3einhalb Jahren
> abwählen. das ist Demokratie wie wir sie verstehen.
>
> ich bitte um weiterleitung. vorschlag: wie wärs mit einer retour-aktion?
> weil ich denke, dass diese nterpretation on demokratie so nicht stimmt.
> Gitti Skarek und Andrea Klausner, heider+klausner@magnet.at
>
> #################################
>
> Tablatt-chronologie-beitrag zu opernball-demo (vorläufige fassung)
> Donnerstag, 2. März
> Die donnerstägliche Demonstration gegen die echts-Rechtsextrem-Regierung war
> diesmal mit einem antifaschistischen Faschingstreiben rund um den Opern
ball
> verbunden. zumindest am Anfang beteiligten sich daran rund 12.000
> (Polizeiangabe) bis 15.000 (TATblatt-Schätzung) Menschen.
> Die Demonstration führte vom Ballhausplatz quer durch die Innenstadt
> über Stephansplatz, Wollzeile, Parkring, Schubertring, Schwarzenbergplatz,
> Kärntner Ring in Richtung Staatsoper. Das Konzept, die Oper je nach von
> polizeilichen Absperrungen gebotenen Möglichkeiten zu umkreisen, konnte
> nicht realisiert werden. Während es an einer Polizeisperre Ecke Kärntner
> Ring / Akademiestraße mit einiger
> Mühe noch gelang, die Demo geschlossen an der Sperre abzulenken und
> weiterzuführen, teilten sich die DemonstrantInnen beim Karlsplatz auf die
> zur Oper führenden Straßen - Kärntner Straße und Operngasse - auf Etliche
> zogen auch in Richtung Opernring weiter, um sich von dort der Oper zu
> nähern. Einigen dieser
> DemonstrantInnen gelang es in weiterer Folge beim Albertinaplatz die Zu
fahrt
> von Ballgästen empfindlich zu stören. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der
> DemonstrantInnen dürfte auch den Heimweg angetreten haben. Ab etwa 21.00 Uhr
> war die Demonstration auf mehrere Kundgebungen rund um die Oper
> aufgesplittert. An den polizeilichen Absperrungen - bestehend aus
> Tretgittern und mitunter
> mehreren Reihen von PolizistInnen mit Helm, Schlagstock und Schild - ka
m es
> zu lautstarken Missfallenskundgebungen. Versuche, die TeilnehmerInnen d
ieser
> aufgesplitterten Kundgebungen zu einem neuen, gemeinsamen Sammelpunkt z
u
> bewegen, scheiterten. Um ca. 22.00 Uhr ließ sich ein als Adolf Hitler
> verkleideter
> antifaschistischer Schauspieler in einem Luxuswagen zur Staatsoper
> chauffieren, stieg aus und ging in die Oper. Dort wurde er allerdings
> verhaftet. Ebenso verhaftet wurde sein Chauffeur, ebenfalls Schauspiele
r.
> Während es bei den Opernballdemonstrationen der Jahre 1987-1990 stets ab
> 22.00, dem Zeitpunkt der
> Balleröffnung, zu brutalen Polizei-Prügeleinsätzen gekommen war, verhielten
> sich die BeamtInnen diesmal an den Sperren vorerst weiterhin friedlich.
>
> Zu einer ersten schweren Polizei-Provokation kam es um ca. 22.30 in der
> Nibelungengasse. Während die letzten paar hundert DemonstrantInnen von der
> Operngasse in Richtung Opernring abziehen wollten, fuhren plötzlich drei
> Mannschaftswägen in den Demonstrationszug. Dabei wurden DemonstrantInnen von
> den Bussen im Schrittdemo wiederholt angefahren und gestoßen.
> Verletzungsabsichten dürften damit nicht verfolgt worden sein. Eher schien
> es, als ob damit eine Eskalation provoziert werden sollte. Nachdem dies
> nicht gelang, und die DemonstrantInnen besonnen aber entschlossen
> weiterzogen, sprangen die BeamtInnen aus den Fahrzeugen und erweckten d
en
> Eindruck, dass jeden Moment losgeprügelt würde. Die DemonstrantInnen
> verhielten sich defensiv, gingen aber weiter. Letztlich zogen sich die
> Polizeibusse und die BeamtInnen in eine Seitengasse zurück. Die
> DemonstrantInnen konnten unbehelligt und unverprügelt weiterziehen.
>
> Ein gröberer Polizei-Einsatz dürfte dann auch für den Albertinaplatz
> vorgesehen gewesen sein. An einer Absperrung, an der neben größeren
> Polizeikräften auch Wasserwerfer und ein Notarzt-Bus bereitgestellt waren,
> kam es zu einem härteren Polizeivorgehen, worüber uns bis jetzt leider noch
> keine genaueren Informationen vorliegen. Von Seiten der Demonstration g
elang
> es, die Situation aber zu deeskalieren und schließlich wieder
> weiterzuziehen.
>
> Danach teilte sich die Demonstration erneut auf. Während eine Gruppe die
> Oper über Kärntner Ring - Karlsplatz - Opernring und zurück zur Albertina
> umrundete, demonstrierte eine andere auf der inneren Kärntner Straße
> zwischen FPÖ-Zentrale und Oper. Kurz vor Mitternacht kamen beide Gruppen in
> der Kärntner Straße wieder zusammen. Gegen 0.30 lösten sich die letzten
> Reste der Demonstration auf. Auf den Demonstrationsschauplätzen war es bis
> dahin zu keinen weiteren Polizeiprovokationen mehr gekommen.
>
> Deutlich weniger friedlich verhielt sich die Polizei abseits der
> Demonstration:
>
> Bereits gegen 23 Uhr wurde in der Operngasse eine Person, die alleine
> unterwegs war, und - begründet oder unbegründet - als Demonstrant angesehen
> wurde, von zwei behelmten Polizisten erst niedergeschlagen und dann
> verhaftet. Ein Zeuge, der den Vorfall aus einem Lokal beobachtet  
hatteund
> zu fotografieren begann, wurde bedroht, ebenfalls niedergeschlagen zu
> werden. Zudem wurde versucht, ihm den Fotoapparat zu entreißen. Erst als
> etwa 25 weitere Lokalgäste zu Hilfe eilten, ließ die
> Polizei von ihm ab. Die Fotos blieben unbeschädigt. [dazu: Aussendung der
> GRAS: AugenzeugInnenbericht]
>
> Um ca. 0:45 wurden zwei weitere vermutliche Demonstranten von vermummte
n
> Polizisten in Zivil mit gezogener Pistole aus einem Taxi gezerrt und
> verhaftet. Durch Zufall kamen andere DemonstrantInnen und ein Kameratea
m
> dazu, wodurch eine weitere Eskalation von Seiten der Exekutive verhinde
rt
> werden konnte. [dazu: Augenzeugenbericht]
>
> Eine weitere Frau wurde im Burggarten mit dem Kopf gegen eine Mauer
> geschlagen und anschließend verhaftet.
>
> Insgesamt wurden an diesem Tag laut Rechtshilfe (Informationsstand 2.00
> früh) 5 Personen verhaftet. [dazu:  Information der Rechtshilfe]
>
> TATblatt
> http://www.nadir.org/nadir/periodika/tatblatt
> TATblatt@blackbox.net
>
> #################################
>
> Presseaussendung der GRAS zu Polizeiübergriffen am 2.3.:  GRAS-Sprecherin
> Zeugin eines Polizeiübergriffs
> Demonstrant verprügelt, Zeuge massiv bedroht
>
> Donnerstag abend gegen 23 Uhr wurden sechs Personen (sämtliche Namen
> bekannt) ZeugInnen eines Polizeiübergriffs. Ein unbewaffneter, vereinzelner
> Demonstrant wurde in der Operngasse, direkt hinter der TU von zwei mit
> Motorradhelmen vermummten Polizisten offensichtlich unbegründet
> niedergeschlagen und verhaftet. Als ein im gegenüberliegenden Lokal
> anwesender Zeuge den Polizeiübergriff zu fotografieren begann, wurde er von
> zwei weiteren Polizisten mit den Worten "Gib den Film her, du Drecksau,
 oder
> ich schlag
> dich nieder!" am fotografieren behindert, bedroht und bis ins Lokal
> verfolgt. Die Polizisten versuchten, dem Zeugen den Photoapparat gewalt
sam
> zu entreisen. Erst das Eingreifen von etwa 25 Lokalgästen konnte die beiden
> Polizisten von weiteren Übergriffen abhalten. Das Hemd des Zeugen, der den
> Übergriff fotografiert
> hatte, wurde vom Polizisten beschädigt. Statt der gesetzlich
> vorgeschriebenen Nennung der Dienstnummer verliessen die beiden Polizis
ten
> unter wüsten Drohungen ("Wenn ich Euch erwisch, dann passiert was...") das
> Lokal. Die den Übergriff dokumentierenden Fotos blieben unbeschädigt.
> Die Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) werden dem Vorfall nachgehen
> und die Polizisten wegen Mißbrauch der Amtsgewalt anzeigen. "Die Übergriffe
> der Polizei auf einzelne, abseits stehende PassantInnen hatte bei diese
r
> Demonstration System! Die Aggression ging eindeutig von der Polizei aus
!",
> so die ebenfalls im Lokal als Zeugin anwesende Sprecherin der GRAS, Dor
is
> Müller.
>
> Gepostet von: TATblatt@blackbox.net
>
> #################################
>
> augenzeugenbericht zu Polizeiübergriff am 2.3.
> 0:45 ecke schwarzenbergstr. 10 / mahlergasse
>
> aus ca. 25 m entfernung höre ich schreie und hilferufe und sehe
> polizeifahrzeuge mit blaulicht. ich laufe zur ecke mahlerg. /
> schwarzenbergstr. 10, ca. 200m von der oper entfernt und sehe 3 vermumm
te
> polizisten (das das polizisten sind wird mir erst etwas später klar), ein
> taxi, 2 demonstranten, und einige andere uniformierte.die
> vermummten polizisten in zivil drängen die beiden in einen geschäftseingang,
> die ersten schläge von ihnen sind erkennbar. ein betroffener demonstrant
> schreit "was ist da los, was passiert da?".
>
> in den nächsten minuten stellt sich heraus, dass die vermummten polizisten
> in zivil die beiden demonstranten am nachhausefahren mit dem taxi hinde
rn
> wollten und mit gezogener pistole verhafteten. durch dazustoßende
> demonstrantInnen ein kamerateam und weitere polizisten entsteht ein
> ziemliches wirrwarr, die scheinbar als
> verdeckt geplante aktion der vermummten polizeikräfte geht ziemlich baden,
> allen anwesenden ist klar, dass es sich um einen gezielten polizeiübergriff
> handelt.auf die frage wer den einsatz leitet gibt es keine antwort,
> dienstnummern werden verweigert, nach mehrmaligen nachfragen warum die
> beiden überhaupt verhaftet werden sollen, wird mitgeteilt, dass sie
> widerstand geleistet haben. dass kann wohl nur ein übler scherz sein - mit
> waffengewalt durch vermummte polizisten eingeschüchtert, dann in
> handschellen gelegt und abgeführt, ohne jeden widerstand der beiden. gut
> war, dass die anwesenden sich nicht einschüchtern ließen, nach dem grund der
> amtshandlung fragten, fragten, wieso handschellen angelegt werden, sofo
rt
> die rechtshilfe informierten und ein kamerateam anwesend war, das siche
rlich
> eine weitere eskalation seitens der exekutive verhinderte. so funktioni
ert
> das also: am nachhauseweg vermummt und bewaffnet auf demonstrantInnen
> losgehen, mir wird
> speiübel wenn ich mir das ganze nochmals überlege - widerstand!
>
> Gepostet von: TATblatt@blackbox.net
>
> #################################
>
> "EXTREMISMUS DER MITTE" / Workshop mit Kurz-Referaten, Ateliers und
> ExpertInnen-Hearings.
>
> Jetzt gilt es, langfristige politische Strategien in verschiedenen
> Gesellschaftsbereichen zu entwickeln, um den Erfolg von radikalem
> Rechtspopulismus und Rassismus in Österreich zu stoppen, einzudämmen und zu
> überwinden. Ein bloß appellativer, moralischer Antirassismus wird zu kurz
> greifen. Deshalb initiieren zahlreiche Einrichtungen der Erwachsenenbil
dung
> einen Suchprozeß. In einem ersten Schritt sollen die strukturellen und
> sozialpsychologischen Ursachen für den Erfolg der Neuen Rechten in
> Österreich analysiert werden:
>
> Workshop mit Kurz-Referaten, Ateliers und ExpertInnen-Hearings. "EXTREM
ISMUS
> DER MITTE", Entstehungsbedingungen von Rechtspopulismus und
> Fremdenfeindlichkeit, 14.-15. März 2000
> Ort: Bildungshaus Salzburg St. Virgil. mit Rainer Bauböck (Österr. Akademie
> der Wissenschaften), Karola Brede (Sigmund Freud Institut,  
Frankfurt),Alex
> Demirovic (Institut für Sozialforschung, Frankfurt), Rainer Dollase (Abt.
> Psychologie, Universität Bielefeld), Paloma Fernandez de la Hoz (Kath.
> Sozialakademie Österreichs), Dietmar Loch (Institut für interdisziplinäre
> Konflikt- und Gewaltforschung Bielefeld), Heribert Schiedel
> (Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands)
>
> Infos/ Anmeldung: Bildungshaus Salzburg, Tel. 0662 65 901-514
> E-mail: office@virgil.salzburg.at
> Infos im Internet: http://www.kath-eb.at/extremismus
>
> ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
>
> Redaktionsschlus: Samstag, 4. März 2000, 03:30 Uhr, hk.
> Irren ist menschlich, Fehler möge man/frau mir nachsehen!
>
>

CONTRASTE - Monatszeitung für Selbstorganisation
Internet: www.contraste.org
Unser nächstes Plenum: 14. bis 16. April 2000 in Hamburg


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An-/Abmeldung, Archiv und weitere Informationen unter :
            http://listserv.hbi-stuttgart.de/contraste-list/
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               REPLIES: a-infos-d@lists.tao.ca
               HELP: a-infos-org@lists.tao.ca
               WWW: http://www.ainfos.ca
               INFO: http://www.ainfos.ca/org

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