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(de) Konzeption: Gruendung von Energieeinkaufsgenossenschaften

From Nico MYOWNA <I-AFD_2@anarch.free.de>
Date Sat, 4 Mar 2000 03:17:44 -0500


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      A - I N F O S  N E W S  S E R V I C E
            http://www.ainfos.ca/
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KONZEPTION

Gruendung von Energieeinkaufsgenossenschaften
- Zukunftsinvestition zur Absatzsicherung von Oekostrom

Warum aber sollte eine Einkaufsgenossenschaft ein
geeignetes Modell sein, um dem Umweltstrommarkt
stabilisierende Impulse zu geben?

Einkaufsgenossenschaften sind Zusammenschluesse
von Einzelpersonen oder kleinen und mittleren
Unternehmen mit dem Ziel, durch die Vorteile und
Kraefte der Gruppe mehr Einfluss am Markt zu
gewinnen. Durch gemeinsamen Einkauf koennen die
beteiligten Personen oder Unternehmen unter
anderem auch im Preiswettbewerb mit groesseren
Handelsunternehmen besser bestehen.

Burghard Flieger, Red. Genossenschaften - Solar- und
Windkraftanlagen werden mit Hilfe neuer technischer
Entwicklungen immer effizienter und billiger. Trotzdem ist
der Strom, der mit ihnen produziert wird, bisher nicht
konkurrenzfaehig. Im Gegenteil, durch den wachsenden
Wettbewerb auf dem Strommarkt fallen die Preise, so
dass die Befuerchtung formuliert wird, dass umweltfreundlich
erzeugter Strom sogar noch weiter ins Hintertreffen
geraet. Denn aehnlich wie bei den Telefongebuehren werden
die Verbraucher auf einmal mit einer verwirrenden Vielfalt
von Tarifmodellen konfrontiert: "Gelben" Strom von
Yello gibt es fuer 19 Pfennig je Kilowattstunde (kWh), "13
plus" von Ares fuer 13 Pfennig. Dass damit allerdings
teilweise hohe monatliche Grundgebuehren verbunden sind,
bleibt bei einigen dieser Angebote ungenannt.

Strommarkt in Bewegung

Angesichts dieser zunehmenden Unuebersichtlichkeit bleiben die
meisten Energieverbraucher - zumindest vorlaeufig - noch bei
ihrem bisherigen Energieversorger. Das gilt auch dann, wenn
der Strom dort zum gegenwaertigen Zeitpunkt noch deutlich
teurer ist. Beispielsweise wechselten in Hamburg erst
etwa 3.000 Haushalte zu anderen Unternehmen, obgleich sich
hier neue und alte Stromversorger bereits vor der
staatlichen Regelung ueber die Bedingungen fuer die
Durchleitung geeinigt haben. Dies ist insofern erstaunlich,
weil der Normaltarif der Hamburgischen Electricitaets-Werke
(HEW) bei 29,5 Pfennig liegt.

Wer wechseln will und darueber hinaus auch noch
Wert auf die oekologisch unbedenkliche Produktion von
Energie legt, muss mehr bezahlen. Beispielsweise bieten
die Hamburgischen Electricitaets-Werke (HEW) zusammen mit dem
Oelkonzern Shell "newpower"-Strom fuer 34,5 Pfennig an.
Die Naturstrom AG aus Duesseldorf berechnet sogar einen
Aufschlag von etwa neun Pfennig auf den bisher vom Kunden
gezahlten Preis. Vorerst wird sich daran nicht viel aendern.
Umweltstrom zu niedrigen Preisen wir es vorerst nicht geben.

Das liegt an der Struktur des Energiemarktes: Billiganbieter
koennen auf alte und daher abbezahlte Kraftwerke
oder sogar auf Anlagen in Niedrigpreislaendern wie der
Ukraine zurueckgreifen. Windkraft- oder Biogasanlagen
sind dagegen neu oder muessen erst gebaut werden. Ob
erneuerbare Energien auf diesem dynamischen Markt ueberhaupt
eine Chance haben, wird zur Zeit intensiv und kontrovers
diskutiert. Forderung nach staatlichen Massnahmen zu deren
Schutz liegen insofern nahe. Die vorgelegten neuen
Einspeiseregelungen geben Anlass zu einem
gewissen Optimismus. Dennoch ist zu befuerchten, dass
die Erzeuger von Oeko-Strom aehnlich wie im Naturkostmarkt
vorerst auf eine ueberdurchschnittlich umweltbewusste und
zahlungskraeftige Kundschaft angewiesen bleiben. Dort bewegt
sich der Umsatzanteil in Relation zum gesamten Lebens-
mittelmarkt seit laengerem zwischen ein bis drei Prozent.

Einkaufsgenossenschaft als Alternative

Um diesen Anteil der Verbraucher kontinuierlich zu
organisieren, scheinen die gegenwaertigen Anbieter von
Umweltstrom weder geeignet noch glaubwuerdig noch
professionell genug zu sein: Transparenz, Vertrauen und
Sicherheit duerften wichtige Massstaebe sein, an denen sie
gemessen werden. Um in Abgrenzung zu den bisher neu
entstandenen Stromhandelsunternehmen aus dem Umweltsektor
eine positive Alternative darzustellen, ist eine
Einkaufsgenossenschaft die richtige Loesung. Verknuepft
werden muss ein solches Modell mit Personen und/oder
Organisationen, die die drei genannten Schlagworte
"repraesentieren" helfen.

Warum aber sollte eine Einkaufsgenossenschaft ein geeignetes
Modell sein, um dem Umweltstrommarkt stabilisierende Impulse
zu geben? Durch gemeinsamen Einkauf koennen die beteiligten
Personen oder Unternehmen unter anderem auch im Preiswett-
bewerb mit groesseren Handelsunternehmen besser bestehen.
Ueber mehrere Jahre gesehen, organisieren sich die meisten  
Einkaufsvereinigungen mehrstufig auf regionaler und nationaler
Ebene. Das heisst, nach der Aufbauzeit besitzen sie fast immer
auch eine nationale Systemzentrale. Das Leistungsspektrum bleibt
oftmals nicht nur auf die Beschaffung von Waren beschraenkt,
sondern umfasst fast immer auch zahlreiche weitere Beratungs-
und Servicefunktionen.

Hohe Mitgliederbindung

Zusaetzlich zu dieser vor allem organisatorisch-oekonomischen
Funktion sind mit den meisten (Einkaufs-)Genossenschaften
fast immer ausserwirtschaftliche Leitbilder verbunden. Insbesondere
in der Gruendungs- und Aufbauphase haben sie wichtige mobilisierende  
Wirkungen. Kooperation, gesellschaftliche Verantwortung von Unter-
nehmen, betriebliche und zwischenbetriebliche Demokratie werden als  
gewachsene Traditionen mit dieser Form verbunden. Moderne Weiterent- 
wicklungen wie umweltbewusstes Management, oekologische Produktpolitik
oder andere Formen der Unternehmensethik lassen sich problemlos  
integrieren. Die Folge ist eine stark identitaetsbindende Wirkung und  
damit moralische Selbstverpflichtung auf die Mitglieder. Weder von der
Aktiengesellschaft noch von der GmbH kann diese in annaehernd gleicher
Weise erreicht werden.

Ausdruck erhaelt dies im so genannten Foerderauftrag, der sogar gesetz- 
lich als Kennzeichen von Genossenschaften verankert ist. Nicht die  
Gewinnerzielung, sondern die Versorgung der Mitglieder mit den in der  
Satzung verankerten Leistungen steht im Vordergrund. Bei einer Ein- 
kaufsgenossenschaft fuer Umweltstrom waere dies vorrangig die gesicherte,  
ueberpruefbare Versorgung mit Strom, erzeugt durch regenerative Energie- 
produktion. Dass dies selbstverstaendlich zu Konditionen sein muss, die  
die wirtschaftliche Bestandsfaehigkeit sichert, ist eine durch Prue- 
fungsverband, Aufsichtsrat und Mitglieder kontrollierte Selbstverstaend- 
lichkeit.

Hinzu kommt: Durch die Anpassung an die Kapitalgesellschaften
weist die Genossenschaft heute viele von deren Vorteilen auf
wie Haftungsbegrenzung auf das Eigenkapital bzw. die
gezeichneten Anteile, unbegrenzte
Rechtsfaehigkeit und die Abzugsfaehigkeit der Einkommen vom
Gewinn und vor allem klare Zustaendigkeiten
der Entscheidungsorgane. Trotzdem ist die Genossenschaft eine
Personengesellschaft. Entsprechend gehoert
die Gleichberechtigung, damit die demokratische Organisation
und damit wiederum die Abstimmung nach Koepfen und nicht nach
gezeichneten Anteilen zu den unveraenderbaren Bestandteilen
dieser Unternehmensform.

Abgrenzung zur Aktiengesellschaft

Dem gegenwaertigen Zeitgeist entspricht staerker die Gruendung
einer Aktiengesellschaft. Fuer verschiedene Aufgaben im
Umweltsektor hat sich deren Bevorzugung gegenueber einer
Genossenschaft als erfolgreich erwiesen. Dieser Vorteil gilt
vor allem, sobald es um das Sammeln von Kapital geht. Geld in  
Aktiengesellschaften ist, selbst wenn es als ethisches Investment  
betrieben wird, dennoch in vielen Faellen mit der Hoffnung ver-
knuepft, daraus in Zukunft auch finanzielle Ertraege zu erzielen.

Soll aber umweltfreundlicher Strom verkauft werden,
geht es nicht in erster Linie um das Einsammeln von
Eigenkapital und dessen zukuenftige Rendite, sondern um
den Verkauf der teueren, aber verantwortlich erzeugten
Energie. Ein Genossenschaftsmitglied ist darauf eingestellt
(Foerderauftrag), einem Aktionaer geht es vor allem
um sein Geld. Er bezieht, wenn er Aktien zeichnet nicht
unbedingt auch noch den Strom. Das bedeutet, in der
Genossenschaft ist das Identitaetsprinzip - gleichzeitig
Stombezieher und Miteigentuemer zu sein - mit hoher
Wahrscheinlichkeit staerker ausgepraegt als bei der
Aktiengesellschaft. Insofern entspricht die
genossenschaftliche Rechtsform in diesem Fall dem vorge-
sehenen Unternehmenszweck.

Vertrauen und Transparenz wird nicht nur hergestellt
durch die unveraenderliche Verankerung bestimmter
demokratischer Entscheidungen der Mitglieder in der
Generalversammlung. Auch sonst gibt es viele Bestandteile,
die helfen diese Kernbegriffe in die Wirklichkeit umzusetzen.
Dazu gehoeren das so genannte Vieraugenprinzip bei der
Vertretungsbefugnis (Unterschriften), die unveraeusserbaren
Rechte der Mitgliederversammlung ueber Gewinn, Verlust,
Veraenderung des Unternehmenszwecks, Genehmigung
des Jahresabschluss etc. zu beschliessen. Auch die
zentrale Rolle des Aufsichtsrates ist hervorzuheben:
Als Kontrollinstrument der Mitglieder muss er in deren
Auftrag, moeglichst in der Satzung durch die Liste der
zustimmungspflichtigen Entscheidungen konkretisiert,
bei wichtigen Fragen seine Zustimmung erteilen.

Vermeiden von Spekulation

Die Genossenschaft ist fuer eine grosse Anzahl
gleichberechtigter Personen bzw. Betriebe konzipiert,
insbesondere wenn sie auf Wachstum ausgerichtet ist.
Entsprechend gehen Ein- und Austritt oder Eigenkapitalver-
aenderungen unkompliziert vonstatten. Waehrend bei der GmbH
jedes Mal eine notarielle Beglaubigung mit entsprechenden
Kosten erforderlich ist oder Kapitalerhoehungen in der
Aktiengesellschaft von der Aktionaersversammlung beschlossen
werden muessen, werden solche Veraenderungen bei
der Genossenschaft "unbuerokratisch" durch entsprechende
Eintragungen in der Liste der Genossenschaftsmitglieder
vollzogen.

Damit wird nochmals der entscheidende Unterschied
zu anderen Handelsunternehmen mit umweltvertraeglichen Strom
deutlich. Bei diesen werden die Interessierten
entweder per Vertrag Stromabnehmer oder durch
Kapitalzeichnung Gesellschafter (Aktionaer). Bei der
Genossenschaft werden sie beides, moeglichst verankert in der
Satzung mit dem Passus, dass die Genossenschaft vor allem
das Mitgliedergeschaeft betreibt.

Vorteil und Nachteil zugleich bei der Genossenschaft
ist die Teilneutralisierung des Kapitals. Wer wieder aus
der Kooperation aussteigt, hat nur Anspruch auf den
Nennwert seiner Einlagen. Ein Zugriff auf den so genannten
inneren Wert bzw. die stillen Reserven bleibt ausgeschlossen,
solange dies nicht ausdruecklich anders in der
Satzung verankert wird. Auf diese Weise haelt sich zwar der
Anreiz in Grenzen, weiteres Kapital als die Pflichtanteile
in die Genossenschaft einzuzahlen. Gleichzeitig werden
aber bei Austritten kapitalmaessige Auszehrung des Unternehmens
wie bei der GmbH oder spekulative Handlungsmoeglichkeiten wie
bei der Aktiengesellschaft vermieden.
Kooperatives Verhalten im Umgang mit dem gemeinsamen Eigentum
ist somit auch rechtlich gestuetzt.

Kontrolle foerdert Vertrauen

Keine Unternehmensform weist so wenige
Unternehmenszusammenbrueche bzw. Konkurse auf wie die
Genossenschaft. Erklaeren laesst sich dies damit, dass die
Genossenschaft eine behuetete Rechtsform ist: Jedes
genossenschaftliche Unternehmen muss Mitglied eines
Revisionsverbandes sein, der eine Gruendungspruefung und in
regelmaessigem ein- oder zweijaehrigem Abstand weitere Pruefungen
durchfuehrt. Wichtigstes Ziel ist, eine Gefaehrdung
der Belange der Mitglieder, der Kunden und Glaeubiger zu
vermeiden. Insofern koennen auch Mitglieder, die aus
zeitlichen oder auf Grund fehlender wirtschaftlicher
Kenntnisse selbst die Aktivitaeten der Geschaeftsfuehrung nicht
ueberpruefen (koennen), sicher sein, dass mit ihren Einlagen
verantwortlich umgegangen wird. Ein weiteres Argument fuer die
betonten Begriffe Transparenz und Vertrauen.

Auch kann eine zusaetzliche Bindung an die Leistungen der
Genossenschaft leichter erfolgen als in anderen
Unternehmensformen. Hintergrund hierfuer ist einmal
mehr der gesetzlich verankerte Unternehmenszweck der
Genossenschaft "die Foerderung ihrer Mitglieder mittels
gemeinschaftlichen Geschaeftsbetrieb". Dies bedeutet,
nicht die Kapitalverwertung und damit die Verzinsung
des eingebrachten Kapitals steht im Vordergrund. Vielmehr
geht es um die Nutzung der Angebote der Genossenschaft.

Wer auf diese Weise mit zu deren wirtschaftlichen Erfolg
beitraegt, kann auch finanziell Vorteile ueber das Instrument
der Rueckverguetung erhalten: Ueberschuesse fliessen, orientiert
an der Hoehe der Umsaetze der Mitglieder
mit der Genossenschaft, teilweise an diese zurueck. Wer
also konsequent Umweltstrom nutzt, kann gegebenenfalls von
daraus entstehenden Ueberschuessen mehr profitieren, als
Mitglieder, die eben nur Mitglieder sind, also
"nur" Genossenschaftsanteile gezeichnet haben.

Breites Einsatzspektrum

Wie eine Stromeinkaufs- bzw. -handelsgenossenschaft
im Einzelnen zu konzipieren ist, sollte von Gruendungsgruppen
nach einer grundsaetzlichen Entscheidung fuer
eine genossenschaftliche Struktur selbst entschieden werden.
Dazu gehoert, ob der Pflichtanteil, also die Hoehe oder
Zahl der Anteile fuer eine Mitgliedschaft hoch oder niedrig
anzusetzen ist. Wird auf eine Vielzahl von Mitglieder und
ausschliesslich auf den Handel mit Strom gesetzt, sollte
der Pflichtanteil moeglichst niedrig liegen (beispielsweise
fuenf Anteile zu 100 DM). Ist es auch Ziel, dass die
Genossenschaft selbst Eigentuemerin von Anlagen zur
regenerativen Energieerzeugung wird, so dass ein gewisses
Investitionsvolumen benoetigt wird, muesste der Pflichtanteil
hoeher angesetzt werden (beispielsweise fuenf oder zehn Anteile
zu 200 DM).

Zweck der Genossenschaft waere es dann, moeglichst
viel umweltfreundlichen Strom selbst zu erzeugen. Am
Anfang koennte noch Umweltstrom zugekauft werden,
aber in Zukunft waeren gegebenenfalls auch Ueberschuesse
an andere Stromhandelsunternehmen abzugeben. Mit
der zweiten Orientierung wuerde sich das Genossenschaftsmodell
von den meisten derzeitigen Unternehmen, die
Oekostrom verkaufen (wollen) unterscheiden, weil sie versucht,
moeglichst auch Eigentuemer der Anlagen zu sein.
Entscheidende zu klaerende Fragen waeren allerdings: Der
Kaeufer bzw. Nutzer von Oekostrom hat keinen unmittelbaren
persoenlichen Nutzen fuer seine Mehrausgabe im Unterschied zu
Nutzern von Naturkost oder Naturtextilien.
Welche besonderen Strategien koennten also eingesetzt
werden, um im Stromsektor die strukturelle
Trittbrettfahrerproblematik anzugehen?

Rueckfragen: Burghard Flieger, Organisationsberater
und Genossenschaftsexperte, Erwinstr. 29, D-79102
Freiburg, Tel.: (07 61) 70 90 23

Quelle: Contraste Nr.185

CONTRASTE e.V., Postfach 10 45 20, D-69035 Heidelberg, Tel.
(0 62 21) 16 24 67, Fax 16 44 89  EMail:
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