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(de) [caravan99] Caravan to Prague?

From Andreas Rockstein <anro0002@stud.uni-sb.de>
Date Fri, 18 Feb 2000 13:37:27 -0500


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      A - I N F O S  N E W S  S E R V I C E
            http://www.ainfos.ca/
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Dear Friends,

Herewith an invitation to a German "karawane" meeting 26-27.2. in
Hannover. It's different from the InterContinental Caravan - they
organized their "own" "bycicle- and tractor" to Cologne in June 99 as well
as the caravan to Geneva in spring 98 (WTO ministerial) - but I'm
forwarding this to this list, because they are discussing about a possible
caravan to the IMF-WB meeting in Prague in September. Therefore they need
urgently suitable contacts in Prague.

Pleas reply your messages to Jobst <karawane@mail.nadir.org>

greetings,

Andreas

p.s. if you understand german, you can read a bit more about their
self-conception below.

---------- Forwarded message ----------
Date: 09 Feb 2000 16:01:00 +0200
From: karawane@mail.nadir.org (Jobst Quis)
To: *karaexpo@vertei.ler
Subject: Einladung 1.Vorbereitungstreffen Karawane'00

> 
>          Einladung zum 1.Vorbereitungstreffen Fahrradkarawane '00
> 
> 
> Hallo KarawahnIs und vielleicht daran Interessierte!
> 
> Auf dem letzten Anti-EXPO-Treffen waren auch einige Beteiligte
> unserer Fahrrad-Karawane nach Köln und haben ein bischen darüber
> geredet. Wir haben festgestellt, daß es sehr schade wäre, wenn
> dieses schöne Jahr Nullundnullzig ohne Karawane vorübergehn würde.
> 
> Deshalb haben wir ein Treffen vorbereitet, auf dem dann alles weitere
> geplant werden kann.
> 
> 
> Es wird in Hannover stattfinden, und zwar am 26.Februar (Samstag)

<snip> (some logistic details)

> Inhaltliches:
> 
> Daß bei unseren Aktivitäten die EXPO im Mittelpunkt steht, ist doch
> klar, oder ?
> 
> Wichtigster Punkt ist wohl erstmal, wann die Karawane und wo
> lang. Da stehen bisher drei Konzepte zur Auswahl:
> 
> 1. Zur EXPO-Eröffnung (1.Juni) hin nach Hannover. Da ca 1 Woche vorher
> auch schon was los ist, wäre Start wohl Anfang Mai. Ausgangsort ist
> noch unklar, Vorschläge waren zB Amsterdam oder München. Problematisch
> erscheint es mir, irgendwo zu starten, wo keine starke Bezugsgruppe ist.
> Der Charakter der Karawane wäre ähnlich wie bei den vorherigen,
> Mobilisierung zu einem zentralen Ereignis, was schon seinen Reiz hat,
> aber auch Zeitdruck und Streß bedeutet.
> 
> 2. Irgendwann im Sommer eine Rundreise in Norddeutschland. Dabei hätten
> wir mehr Planungsfreiheit und weniger Zeitdruck sowohl für die
> Vorbereitung als auch für die Fahrt selbst, was wir uns ja bisher immer
> gewünscht haben. Sie könnte auch in den Ferien liegen und damit vielen
> die Möglichkeit geben mitzufahren, die bisher aus beruflichen Gründen
> nicht mit konnten. Ihre Funktion in Bezug auf den EXPO-Widerstand wäre
> eine mehr mittelfristige Mobilisierung für Ereignisse im gesamten EXPO-
> Zeitraum (bis Ende Oktober). Daneben natürlich auch Aktionen bei
> dezentralen EXPO-Projekten und auf verschiedenste Art und Weise
> Stellungnahmen zu der kapitalistischen Zukunftswelt, für die die EXPO
> wirbt.
> 
> 3. Im September von Hannover nach Prag zur IWF/WB-Tagung
> (Internationaler
> Währungsfond /Weltbank) am 27/28.September. Bedingung wären gute
> Kontakte zu Gruppen in Prag und Tschechien allgemein. Dazu folgende
> Info:
> 
> "Im Moment geht die Entwicklung dahin, daß es drei Kampagnen gegen das
>  Annual Meeting von Weltbank/IWF in Prag geben wird:
>  - ein breites NGO-Buendnis (CEE Bankwatch, Friends of the Earth, A SEED
>  Europe)
>  - ein autoritaer-marxistisches Buendnis (vor allem TrotzkistInnen und
>  LeninistInnen)
>  - ein Buendnis undogmatischer Linksradikaler (AnarchistInnen, Autonome,
>  nichtautoritaere MarxistInnen)
> 
>  Das letztere Buendnis ist anscheinend bisher nur ein Vorschlag auf
> einer
>  anarchistischen Mailingliste - die tschechischen AnarchistInnen waren
> erst
>  mal beim ersten international meeting des NGO-Buendnisses Anfang
> Dezember
>  in Prag dabei."
> 
> 
> Die drei Konzepte schließen sich nicht unbedingt gegenseitig aus. Wenn
> genug Lust und Energie da ist, können wir auch mehrere dieser
> Möglichkeiten verwirklichen. Um das auf dem Treffen einschätzen zu
> können, wärs gut wenn ihr uns benachrichtigt, wenn ihr an der Karawane
> interessiert seid, aber aus anderen Gründen nicht zum Treffen kommen
> könnt. Ebenso sind wir natürlich an Meinungen, Vorschlägen und Ideen
> interessiert.
> 
> 
> Meine Adresse:
> 
> Jobst Quis
> Molden 3a
> 29465 Schnega
> 
> tel: 05842/247
> oder: 0170/3418814
> email: karawane@mail.nadir.org
> 
> ----------------------------------------------------------------------
> Für die, die sich unter der Karawane noch nicht viel vorstellen können,
> noch etwas zu Geschichte und Konzept der Fahrradkarawanen.
> 
> Im Mai 1998 gab es die Karawane "Geld oder Leben ?" zur WTO-Konferenz
> nach Genf. Einige wenige Leute starteten im Wendland mit Fahrrädern und
> einem Wagen der Volksküche, ein paar mehr Leute vom Hüttendorf gegen die
> A17 starteten in Dresden mit einem weiteren Wagen. Bei Bebra trafen sie
> sich und zogen über Frankfurt durch das Rheintal in die Schweiz. Auf
> dem Weg schlossen sich immer mehr Leute und Wägen an, so daß in der
> Schweiz ca 60 Radler und 7 Wägen dabei waren. In den Städten gab es
> Demos, Feste und andere Aktionen, die von örtlichen Gruppen oder
> gemeinsam vorbereitet wurden. Kurz hinter Bern wurden wir von Polizei
> eingekesselt und die deutschen KarawahnIs wurden abgeschoben. Anlass
> war ein Rütteln am Zaun eines Frauenknastes, den wir besuchten, weil er
> am Weg lag. Die Schweizer konnten jedoch am Tag darauf die Karawane
> fortsetzen und erreichten Genf noch rechtzeitig.
> 
> 1999 gab es dann gleich zwei Karawanen nach Köln zum EU- und WWG-Gipfel
> Eine Nordroute wieder aus Dresden (mit einer Teilkarawane aus Berlin)
> über Hannover und Bielefeld (RTS) sowie eine Südroute aus Basel den
> Rhein entlang. In Köln wurden die Karawanen ein wichtiger Teil der
> Campstruktur (Volksküche) und beteiligten sich an Aktionen, Infoarbeit
> ("GipfelstürmerIn") und anderem. Ca 20 Leute und 4 Wägen führten dann
> die Karawane weiter nach Holland und von dort zum Grenzcamp nach
> Zittau.	Auf dem Rückweg nach Dresden gab es viel Bullenstreß wegen
> angeblicher technischer Mängel, der sich nur mit teuren bestellten
> Tiefladern lösen ließ. Sogar jetzt sind noch einige als Karawane
> unterwegs - inzwischen in Portugal.
> 
> Karawane ist eine Aktionsform bzw. ein Aktionsrahmen, der sich besonders
> in bewegungsarmen Zeiten bewährt. Sie bietet einen Ausweg aus dem
> Dilemmna, daß bei zentralen Konzepten nur an wenigen Orten etwas
> geschieht und bei dezentralen Konzepten oft die kritische Masse nicht
> erreicht wird um politische Aktivität am Laufen zu halten. Sie schafft
> Möglichkeiten zu direkten Kontakten und ungewöhnlichen Erlebnissen und
> trägt damit zur Entwicklung von überregionalen Strukturen bei.
> 
> Eine genaue politische Linie für unsere Aktionen haben wir nicht
> festgelegt, aber wenigstens Antikapitalismus, Antifaschismus,
> Antirassismus und Antisexismus sollten Konsens sein, sonst werden wir
> nicht glücklich miteinander. Ferner sind wir uns ziemlich einig
> darüber, daß die Teilbereiche der Politik irgendwie zusammengehören und
> die Probleme auch nur im Gesamtzusammenhang gelöst werden können. So
> wollen wir keine Lösungen für Teilbereiche anstreben, die auf Kosten
> anderer Bereiche gehen.
> 
> Mit Fahrrädern und Wägen zu fahren, verschafft uns viel Unabhängigkeit
> und Freiheit und macht die Regionen unmittelbar er"fahr"bar. Und was
> uns auch sehr wichtig ist, wir brauchen keine tickets, keine offizielle
> Teilnehmerschaft, (fast) jedeR kann sich anschließen und auch wieder
> gehn, wenns ihm/ihr passt. Unsere Karawane ist nicht nur politische
> Aktivität im klassischen Sinne, sondern auch ein Stück praktizierte
> Utopie im Sinne von freiheitlicher Gemeinschaft, Solidarität und
> Selbstbestimmung. Irgendwie wars auch ein Experiment, mit wie
> wenig Organisation läufts trotzdem noch. Geld spielte keine Rolle,
> zumindest nicht zwischen uns. Wenn wir etwas brauchten, zB für Sprit der
> Zugfahrzeuge, kam das Geld auf freiwilliger Basis zusammen. Ähnlich
> wars mit den Tätigkeiten, nicht alle taten gleichviel, aber
> alles Notwendige wurde getan, ohne Zwang und Druck.
> 
> 
>        * * * * *  Alles für Alle !  * * * * * *
>




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